Amtsentschädigung eingeführt

UNTERSCHÄCHEN ⋅ Die Gemeinderäte erhalten neu eine Amtsentschädigung. Doch das Budget der Gemeinde für das kommende Jahr ist alles andere als erfreulich.
11. November 2017, 10:20

Am Donnerstag fand die Gemeindeversammlung von Unterschächen statt. Zu reden gab vor allem das Kreditbegehren von 85000 Franken für den Neubau einer WC-Anlage in Äsch. Zwar stimmten die Versammlungsteilnehmer dem Projekt grossmehrheitlich zu. Doch es gab auch ­Voten, welche die Kosten als zu hoch erachteten oder bauliche Anpassungen forderten. Der Gemeinderat versicherte jedoch, dass die Anregungen bei der Bauausführung wenn möglich berücksichtigt werden sollen.

Zudem stimmten die Anwesenden einstimmig dem Kreditbegehren von 39000 Franken für die Erstellung eines Sanierungskonzepts der Gemeindestrassen zu. Weiter hiessen sie die Nutzungspläne für die Bereiche Baugebiete Sonnenhalb, Alplen/Ruosalp und Brunnital sowie die revidierte Bau- und Zonenordnung gut.

Feuerwehrkommandant erhält mehr Geld

Die Einwohner hiessen das Budget 2018 einstimmig gut. Die Gemeinde rechnet für das kommende Jahr mit einem Defizit von 48000 Franken – dies bei einem Aufwand von 2,32 Millionen Franken (siehe unsere Zeitung vom 2. November). Dennoch bleibt der Steuerfuss bei 104 Prozent und der Kapitalsteuersatz bei 2,4 Promille.

Zudem stimmten die Unterschächner der Neuregelung der Verordnung über die Amtsentschädigung, Sitzungs- und Taggelder sowie Spesenvergütung zu. So erhalten die Gemeinderäte neu eine Amtsentschädigung, so wie dies beim Schulrat Schächental bereits der Fall ist. Auch wurden die Amtsentschädigungen für den Feuerwehrkommandanten und seinen Stellvertreter angehoben.

Kreisschule beschäftigt die Gemeinde

Am 24. September hatten die Schächentaler Stimmbürger dem Kreditbegehren von 5,2 Millionen Franken für die Sanierung des Kreisschulhauses zugestimmt. An der Gemeindeversammlung musste nun die Planungskommission, welche die Sanierung in die Wege geleitet hatte, von Seiten der Gemeinde Unterschächen entlasten. Dies waren Präsident Erwin Imhof, Josef Arnold und Anton Arnold als Vertreter von Spiringen sowie Robert Kempf und Heinz Arnold als Vertreter von Unterschächen.

Im Sommer 2018 sollen die Sanierungsarbeiten starten. An der Gemeindeversammlung wurde nun die Baukommission bestimmt sowie deren Kompetenzen. Das Präsidium übernimmt Heiri Arnold aus Altdorf. Thomas Arnold und Robert Kempf nehmen als Vertreter von Unterschächen Einsitz. Zudem wurden zwei Vertreter der RPK Unterschächen bestimmt, welche die Rechnungsführung übernehmen. Dies sind Martin Arnold und Andreas Bissig. Am Donnerstag bestätigte die Gemeindeversammlung zudem die Gemeinderäte Doris Herger, Martin Huser und Markus Schuler. Markus Gisler wurde neu in den Schulrat ­gewählt. Schulrätin Ruth Bissig wurde im Amt bestätigt sowie Karin Truschner als Mitglied des Betriebsrates des Alters- und Pflegeheims Gosmergartä in Bürglen. Auch die Mitglieder der Wasserkommission, Thomas Bissig ­(Präsident), Andreas Müller und Heinz Arnold, wurden bestätigt. Für eine weitere Amtsperiode stellten sich die RPK-Mitglieder Martin Arnold und Nicola Martinoni zur Verfügung.

Gemeindepräsident Ambros Arnold orientierte zudem über die neugegründete Stiftung «Wohnen im Alter». Diese plant, drei Alterswohnungen im zweiten Wohnhaus der Überbauung Brunnital zu erwerben. Die Bauarbeiten beginnen frühestens im Mai 2018. (eb)


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