Beide Urner Teams erreichen den Meisterfinal

RADBALL ⋅ Die erste Finalrunde verläuft aus Urner Sicht optimal. Das Duo Schneider/Planzer holt sich die Pole-Position zurück, Zotter/Marty wahren ihre Chance auf Edelmetall.
10. Oktober 2017, 04:39

Bei ihrem letzten gemeinsamen Auftritt vor heimischer Kulisse gaben sich die Aushängeschilder von Radsport Altdorf keine Blösse. Das Fanionteam mit Torhüter Roman Schneider und Feldspieler Dominik Planzer, der bekanntlich Ende Saison zurücktreten wird, spielte in der neuen Radsporthalle in Altdorf ein nahezu perfektes Turnier. In der ersten Finalrunde, für die sich die besten sechs Teams qualifiziert hatten, ging es um eine möglichst gute Ausgangslage für den grossen SM-Showdown, der am 21. Oktober in Lichtensteig ausgetragen wird.

In der Qualifikation hatten Schneider und Planzer gegen Pfungen überraschend eine Niederlage hinnehmen müssen. Deshalb starteten die Lokalmatadoren lediglich aus der zweiten Position in die erste Finalrunde. Dieser kleine Stolperer ist nun wieder ausgebügelt. Zwar endete das Direktduell zwischen Altdorf I und Pfungen mit einem 4:4-Remis. Aber weil die Urner im Gegensatz zu den Zürchern alle anderen vier Partien gewannen, holte sich das Duo Schneider/Planzer die zwischenzeitlich abgegebene Pole-Position wieder zurück. Das Powerduo wird somit am 21. Oktober mit dem Maximum von drei Bonuspunkten ins grosse Finalturnier starten.

Abgesehen vom Kräftemessen mit Pfungen legten die Publikumslieblinge zum Hause einen makellosen Auftritt aufs Parkett. Die Auftaktpartie gegen Altdorfs zweite Garnitur konnten sie standesgemäss mit 6:3 für sich entscheiden. Danach behielt Altdorf I auch gegen Möhlin (5:2), Oftringen (5:0) und Liestal (11:3) deutlich die Oberhand.

Meistertitel und WM-Teilnahme in Griffnähe

Schneider und Planzer besitzen nun sehr gute Chancen, nicht nur den Schweizer-Meister-Titel erfolgreich zu verteidigen, sondern sich auch das WM-Ticket im österreichischen Dornbirn von Ende November zu sichern. Unmittelbar hinter dem Favoriten werden Oftringen mit zwei Bonuspunkten und Pfungen mit einem Bonuszähler in den grossen Final steigen. Diese zwei Teams dürften denn auch die härtesten Widersacher der beiden Urner im Kampf um das begehrte Meistertrikot sein.

Im Windschatten des Fanionteams lieferte auch das zweite Altdorfer NLA-Team mit Claudio Zotter und Simon Marty eine formidable Darbietung ab. Altdorf II verblüffte mit dem unerwarteten 4:2-Erfolg über den vormaligen Spitzenreiter Pfungen. Und auch gegen Möhlin setzte es sich recht deutlich mit 5:3 durch. Nicht viel fehlte im dritten Spiel, und die beiden Urner hätten auch noch Oftringen gepackt. Gegen die klar favorisierten Aargauer erlitten sie eine hauchdünne 4:5-Niederlage. Einzig im Duell mit Lie­stal enttäuschten die Lokalmatadoren ein wenig, mussten sie sich doch mit einem 2:2-Remis zufriedengeben.

Zotter und Marty können nun aus der vierten Position in den entscheidenden Schweizer Final starten. Ihr Handicap ist, dass sie ohne Bonuspunkte im Gepäck nach Lichtensteig anreisen müssen.

Auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen

Trotzdem sind die Medaillenchancen durchaus intakt. Altdorf II muss allerdings auf einen Ausrutscher von Oftringen oder Pfungen hoffen und selber gleichzeitig eine Topleistung abliefern, damit es mit Edelmetall absetzt. Ausgeschieden im Titelrennen ist nach der ersten Finalrunde Möhlin. Das Aargauer Duo kassierte in Altdorf lauter Niederlagen und beendete das Turnier abgeschlagen an sechster und letzter Stelle.

 

Urs Hanhart

urs.hanhart@luzernerzeitung.ch


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