Bristenstrasse schon ab Mittwoch 14. Juni zeitweise gesperrt

KANTON URI ⋅ In der kommenden Woche sind weitere Sanierungsarbeiten an der Bristenstrasse geplant. Unter anderem soll ein grosser Felsblock gesprengt werden. Dafür muss die Strasse bereits am Mittwoch, 14. Juni und am Freitag, 16. Juni zeitweise gesperrt werden.
Aktualisiert: 
12.06.2017, 19:00
12. Juni 2017, 15:23

Seit dem Steinschlag vom 5. März wird an der Bristenstrasse intensiv gearbeitet. Denn in den vergangenen Wochen wurden örtliche Senkungen entdeckt. Deshalb wird die in den kommenden Jahren geplante Sanierung der Stützmauer bereits jetzt realisiert. Gleichzeitig nutzen die Verantwortlichen die Gelegenheit, einen 20 bis 25 Kubikmeter grossen Felsen zu entfernen. Deshalb wird am kommenden Montag, 19. Juni, an der Bristenstrasse gesprengt (wir berichteten). Die Sprengung ist aber in der Grössenordnung nicht vergleichbar mit jener von 2003. Damals wurde 16 000 Kubikmeter Fels entfernt.

Die Bristenstrasse muss ab dem kommenden Montag, 19. Juni, ab 7 Uhr bis voraussichtlich Freitag, 23. Juni, um 17.30 Uhr für sämtlichen Verkehr gesperrt werden. Während dieser Zeit werden die Shuttlebusse zwischen Bristen und dem Wasserschloss sowie die alte Standseilbahn des Kraftwerks Amsteg wieder in Betrieb sein. Um die Sprengung des Felsblocks vorbereiten zu können, muss die Bristenstrasse zudem am Mittwoch (14. Juni 2017) und am Freitag (16. Juni 2017) mehrfach kurzzeitig gesperrt werden. Die Strasse wird an den beiden Tagen jeweils stündlich gemäss separatem Fahrplan befahrbar sein. Das Postauto verkehrt aber gemäss dem offiziellen Fahrplan. Eine Übersicht zu den genauen Sperrzeiten finden Sie hier.

Kosten können noch nicht beziffert werden

Die Sprengung des Felsblockes erfolgt am kommenden Montag, 19. Juni, am späteren Nachmittag zwischen 16 und 19 Uhr. Die Standseilbahn sowie die Shuttlebusse werden während dieser Zeit durchgehend in Betrieb sein. Trotzdem gilt es, kommende Woche von Montag bis Freitag folgende Sicherheitsvorschriften zu beachten:

  • In einem Abstand von 300 Metern rund um den Felsblock, der gesprengt wird, dürfen sich ab Montagmittag, 12 Uhr, bis zur Entwarnung durch das Sicherheitspersonal nach erfolgter Sprengung keine Personen aufhalten. Ebenfalls ist es untersagt, sich am Bachbett des Chärstelenbachs aufzuhalten.
  • Nutztiere sollten während der Sprengzeit betreut und in Sicherheit gebracht werden.
  • Vom Montag, 19. Juni, bis Freitag, 23. Juni, wird für den gesamten Perimeter der Bristenstrasse ein Drohnenflugverbot verfügt, um die Bauarbeiten nicht zu behindern.
  • Den Anweisungen des Sicherheitspersonals ist unbedingt Folge zu leisten.

Während der Sperrung der Bristenstrasse werden auch die Vorarbeiten für die Sanierung der rund 60 Meter langen Stützmauer vor dem ersten Kehrtunnel durchgeführt. Die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung der Stützmauer nehmen danach voraussichtlich acht bis zehn Wochen in Anspruch. Die Stützmauer wird mit Betoninjektionen und wo nötig mit Ankern verstärkt. Dafür muss entlang der Mauer ein Arbeitsgerüst erstellt werden, um die Verkehrsbehinderungen während der Bauzeit so gering als möglich halten zu können.

Gemäss Angaben der Urner Baudirektion können die Kosten für die baulichen Massnahmen und die Sprengung an der Bristenstrasse momentan noch nicht beziffert werden. Die Sanierung der beschädigten Stützmauer dürfte aber nach den jetzigen Schätzungen viel teurer kommen als die Sprengung selber. 

Informationen per SMS

Bewohner von Bristen und interessierte Personen können auf ihrem Mobiltelefon einen SMS-Dienst des Kantons abonnieren, um stets aktuelle Informationen über die Sperrzeiten und den Verlauf der Sprengung zu erhalten. Um den SMS-Dienst zu abonnieren, muss man einmalig eine SMS mit dem Stichwort «Start Bristen» an die Nummer 079 711 20 40 schicken. (red)

eb


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