Christen und Arnold verteidigen Titel

UNTERSCHÄCHEN ⋅ Fiona Christen und Noel Arnold heissen die Nordisch-Schulsportmeister 2018. Die Wettkämpfe der 10. Schulsportmeisterschaften wurden auf einer top präparierten Loipe im Langlaufzentrum Unterschächen ausgetragen.
09. Februar 2018, 04:40

Josef Mulle

redaktion@urnerzeitung.ch

Bei idealen äusseren Bedingungen starteten am Mittwochabend über 60 Schülerinnen und Schüler zu den Nordisch-Meisterschaften 2018. Sie begaben sich damit auf die Spuren der Urner Spitzencracks Roman Furger und Stefanie Arnold. Die Vorzeigeathletin des SC Unterschächen liess es sich nicht nehmen, in der offenen Klasse der Schülermeisterschaften zu starten, trotz bevorstehendem Einsatz an einem Swiss-Cup-Rennen in Klosters. Diese tolle Geste wurde an der Rangverkündigung mit grossem Applaus honoriert. Für den an Olympia im fernen Korea weilenden Roman Furger inszenierten die Schüler ein Video, das dem Urner Spitzenlangläufer als Animations-Botschaft noch am gleichen Abend zugestellt wurde.

Die Organisation der 10.Schulsportmeisterschaften stand unter der Leitung von Hansueli Kumli, der für den Anlass im Langlaufzentrum Unterschächen eine top präparierte Loipe vorfand. «Wie schon in den Vorjahren war die benötigte Infrastruktur samt Loipe in hervorragendem Zustand, und mit Robi Briker habe ich einen kompetenten und versierten Helfer an meiner Seite», bedankte sich Kumli bei den Kollegen des SC Unterschächen, die sich immer wieder als freiwillige Helfer zur Verfügung stellten.

Den Anlass beehrten auch Bruno Arnold, Präsident des Urner Skiverbandes, sowie Urs Briker, Chef Nordisch des Urner Dachverbandes, als Wertschätzung gegenüber den jungen Sportlern, aber auch als Dank an die Organisatoren und ihre Helfer.

Einheimische dominieren Konkurrenz

Die Läufer wurden kategorienweise per Massenstart auf die Strecke geschickt und hatten je nach Kategorie Distanzen von einem bis zu vier Kilometern in der freien Technik zurückzulegen. Mit einer Ausnahme gingen sämtliche Kategoriensiege in den Schülerkategorien an die Einheimischen, die damit ihre Vorherrschaft im Urner Langlaufsport eindrücklich unter Beweis stellten. Erfreulich ist die Zunahme in den Schülerkategorien beim Ski- und Sportclub Schattdorf, einer ehemaligen Urner Langlaufhochburg.

Der Skiclub Gotthard Andermatt war ebenfalls mit einer Delegation in Unterschächen anwesend, und Tino Schuler war denn auch derjenige, der den Schächentalern einen Kategoriensieg wegschnappen konnte. Im Kampf um die Meisterkrone, der in den Kategorien U14/U16 ausgefochten wurde, blieben dann aber die Schützlinge des Erfolgstrainers Roman Bricker, der mit einer Gruppe von 31 Läufern angetreten war, wieder unter sich.

Spannendes Duell der Gebrüder Briker

Bei den Knaben holte sich der U16-Läufer Noel Arnold den Titel; er hatte sich bereits im Vorjahr als Urner Schulsportmeister feiern lassen können. Der talentierte Sportler, der auch im Fussball als Talent gehandelt wird, steht in der kommenden Saison vor der Entscheidung, auf welchen Sport er setzen will. Zur Erinnerung: Auch Dario Cologna kam einst als Fussballtalent zum Langlauf.

Den zweiten Platz holte sich der aufstrebende Tino Schuler, Gotthard Andermatt, während sich Cyrill Leu, ein Biketalent von Radsport Altdorf, den Bronzeplatz sicherte. Bei den Mädchen konnte Fiona Christen den Titel vom Vorjahr ebenfalls erfolgreich verteidigen vor ihrer Klubkollegin Lorena Leu und Julia Gisler, einem hoffnungsvollen Talent des SSC Schattdorf.

In der offenen Kategorie duellierten sich die Gebrüder Marco und Aaron Briker, wobei sich Marco schliesslich in einem packenden Schlussspurt um die Länge einer Schuhspitze durchsetzen konnte.

Jeder Teilnehmer erhält Präsent

In der Frauen-Kategorie siegte Stefanie Arnold vor Céline Arnold, einem weiteren Aushängeschild des SC Unterschächen. Die Rangverkündigung konnte dank Edi Schilter, der die gesamte Zeitmessung und Auswertung der Resultate im Alleingang bewältig­te, von Hansueli Kumli und Biathletin Alessia Nager kurz nach Renn­schluss durchgeführt werden. Kumli bedankte sich beim gesamten Helferstab und den Sponsoren, dank denen alle Teilnehmer ein Präsent mit nach Hause nehmen durften.


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