Der Schulpsychologische Dienst ist gefragt

KANTON ⋅ Die Urner Bildungs- und Kulturdirektion hat den Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2016/17 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass in zehn Gemeinden aktuell Deutsch als Zweitsprache unterrichtet wird.
29. Dezember 2017, 08:13

Im Schuljahr 2016/17 sind die Gesamtschülerzahlen in Uri wieder leicht gesunken, nachdem sie aufgrund der Einführung des Kindergartenobligatoriums von einem Jahr und der Angebotspflicht des Zweijahreskindergartens in der Vorjahresperiode leicht angestiegen waren. Gleichzeitig blieb die Anzahl Abteilungen unverändert. Das geht aus dem Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2016/17 hervor, den die Urner Bildungs- und Kulturdirektion kürzlich publiziert hat. Der Bericht gibt in acht Kapiteln Auskunft über alle wesentlichen Bereiche der Volksschule.

In der Kindergarten- und Primarstufe haben die Schulen im vergangenen Schuljahr durchschnittlich 0,25 Lektionen für die Förderungsmassnahmen eingesetzt, in den Oberstufen mit integrierter Werkschule waren es 0,28 Lektionen. Die Vorgaben des Erziehungsrats konnten somit eingehalten werden. 261 Kinder (Vorjahr 285) wurden im Berichtsjahr in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet. DaZ wird in zehn Gemeinden unterrichtet. Die Verteilung auf die Gemeinden ist unterschiedlich und liegt zwischen 0 und 13 Prozent. Im Bereich der Sonderpädagogik wurden 43 Schüler mit einer Behinderung in der Regelschule beschult. 19 Schüler wurden in ausserkantonalen Einrichtungen beschult; 34 Schüler besuchten die Sonderschule Uri. Die Zahl der Sonderschulungen in ausserkantonalen Sonderschulen und in der Stiftung Papilio nahm zu. Die Zahl der therapeutischen Massnahmen in der Stiftung Papilio (Früherziehung, Logopädie, Psychomotorik) bewegt sich im langjährigen Bereich.

Junge Lehrer werden nun beraten

Der Schulpsychologische Dienst (SPD) ist neben Abklärungen und Beratungen im Zusammenhang mit Lern- und Verhaltensstörungen bei Schülern (im Berichtsjahr 470 Fälle) auch in der Erziehungsberatung, im Konflikt- und Krisenmanagement, in der Erstberatung für Lehrpersonen und Schulteams sowie als Fachstelle Kindesschutz tätig. Im Bereich des Krisen- und Konfliktmanagements hat der SPD im Berichtsjahr 44 Fälle bearbeitet. Im vergangenen Schuljahr wurde er in 39 Fällen im Bereich des Kindesschutzes tätig. Die Erstberatung für Lehrer und Schulteams haben im Berichtsjahr acht Lehrer in Anspruch genommen.

Auch im Schuljahr 2016/17 organisierte das Amt für Volksschulen die obligatorische Einführungsveranstaltung für Lehrer, die neu im Kanton Uri unterrichten. Im Rahmen der Beratung der Junglehrer konnten drei Kurse erfolgreich durchgeführt werden. Die Zahl der Anmeldungen zur Lehrerweiterbildung liegt wie in den Vorjahren konstant hoch bei über 1200 Anmeldungen. Zudem gab es sehr viele Anmeldungen für Urner Kurse, so dass 86 Prozent dieser Veranstaltungen durchgeführt werden konnten. (red)

Hinweis

Der Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2016/17 ist unter www.ur.ch einsehbar (Suchbegriff: Bericht zur Volksschule).


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