Die Chilbi begeistert trotz Wetterpech

BRÜSTI ⋅ An der Älplerchilbi wurde viel musikalische Unterhaltung geboten. Zudem boten die Älpler an Verkaufsständen ihren beliebten Käse zum Kauf an.
08. August 2017, 07:58

Während Jahren konnten die Organisatoren der Älplerchilbi mit Alpkäsemarkt auf dem Brüsti auf Unterstützung des Wettermachers zählen. Der beliebte Gedenkgottesdienst beim Schwandennossenkreuz konnte aber dieses Jahr nicht gefeiert werden.

So trafen sich die Älplerfamilien vom Waldnacht, vom Chulmen und vom Grat mit Freunden, Bekannten und andern angereisten Gästen im Bergrestaurant Z’Graggen zur Älplerchilbi. Das Wirtepaar Marika und Philipp Spiess hatte mit seinem Team alle Hände voll zu tun, um die hungrigen Gäste mit feinen Käsespezialitäten zu bedienen. Für lüpfige Ländlermusik sorgte das Trio Tänzig mit Dominik Imholz und Erich Bürgler sowie Guido Bürgler am Bass.

«Ich hole meinen Käse seit Jahren von den Älplern»

Viel Applaus erntete das Jodelduett s Schmidig’s Juuzer- Zwilling mit seinen Gesangs- und Juuzereinlagen. Mirielle und Cécile Schmidig stammen aus dem Muotatal und gehören zur bekannten Familienformation von Franz und Jolanda Schmidig. Am Akkordeon wurden sie begleitet von Priska Schuler vom Steinerberg.

Da an den Verkaufsständen eher wenig Andrang herrschte, hatten die kaufwilligen Kunden viel Zeit, sich mit den Älplern über den Alpverlauf zu erkundigen und die Qualität der Käse­sorten ausgiebig zu testen. Eine grosse Anzahl Laibe und Bissen der verschiedensten feinen Käsespezialitäten wechselte den Besitzer. «Ich hole meinen Käse seit Jahren immer direkt von den Älplern. So weiss ich, dass ich erstklassige Qualität nach Hause trage. Ich freue mich jetzt schon auf den würzigen Knoblauchkäse zum Frühstück oder den feinen Bratkäse, den ich fürs Raclettemachen schätze», meinte ein Kunde und machte sich mit einem schwer beladenen Rucksack auf den Heimweg.

Zufrieden geht es auf den Heimweg

Es ist kein Geheimnis, dass die Brüsti-Gäste «Höckeler» sind, und so war es ein junger Hand­örgeler, der trotz kräftigem Zugabeapplaus zum Aufbruch drängte. «Ich muss rechtzeitig beim Antrittsverlesen in der Kaserne sein und möchte nicht nächstes Wochenende Strafwache schieben!», war seine verständliche Begründung. Zurück blieben ein wohl müdes, aber zufriedenes Wirtepaar mit Servicepersonal und ebenfalls zufriedene Älpler, die sich vor dem Heimweg mit einem feinen Nachtessen stärkten. «Die Schönwetterbestellung fürs nächste Älplerfest mit Alp­käsemarkt haben wir heute bereits aufgegeben!», tönte es zum Abschied.

 

Hans Gisler

redaktion@urnerzeitung.ch


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