Drei Silener sind für die WM nominiert

MOUNTAINBIKE ⋅ Swiss Cycling hat gestern die Selektionen für die Bike-WM in Australien bekanntgegeben. Mit dabei sind Reto und Linda Indergand sowie der Junior Fabio Püntener. Vergangenes Wochenende setzten sich die Indergand-Geschwister in Kanada bereits in Szene.
09. August 2017, 04:39

«Das ist natürlich ein absolutes Highlight in der Klubgeschichte», meinte Sandro Da Mocogno, Präsident des VMC Silenen, nach Bekanntgabe der Selektionen durch Swiss Cycling gestern Abend. Dass alle drei Fahrer des Urner Erfolgsklubs selektioniert wurden, ist insofern eine kleine Überraschung, als Swiss Cycling mit einem eher kleinen Kontingent nach Australien fliegen wollte.

Für Linda Indergand mit ihren glänzenden Saisonresultaten bestand eigentlich nie Gefahr, ihr erklärtes Saisonziel, die Weltmeisterschaften in Cairns, zu verpassen. «Der Fokus in dieser Saison war natürlich immer nach Australien gerichtet, umso mehr freut es mich, dass ich das Ziel nun erreicht habe und zusammen mit meinem Bruder Reto und Fabio Püntener die Weltmeisterschaften in Angriff nehmen kann», meinte die Silener Vorzeigesportlerin.

Reto Indergand ergatterte sich das Ticket mit seiner grossartigen Vorstellung am Weltcup in Kanada, zudem zeigt seine Formkurve ganz klar nach oben. Fabio Püntener verdiente sich den Flug nach Australien mit seinem engagierten Rennen an den Europameisterschaften in Italien, mit dem er sich im internen Ranking an die dritte Stelle in der Schweizer Juniorenwertung katapultierte. Die kommenden Rennen dienen nun der Vorbereitung auf das grosse Ziel, die WM vom 5. bis 10. September in Cairns.

Reto Indergand glänzt mit Aufholjagd

Am vergangenen Wochenende fand im kanadischen Mont Saint-Anne ein Weltcup-Rennen statt. Mit seinem fünften Sieg in der diesjährigen Weltcup-Saison holte sich der Schweizer Ausnahmekönner Nino Schurter vorzeitig die Krone als Gewinner des Gesamtweltcups. Bereits im vergangenen Jahr gelang Reto Indergand in Kanada mit dem 10. Platz ein Spitzenergebnis in seiner noch jungen Karriere als Elitefahrer. In der laufenden Saison wechselten Licht und Schatten in schöner Regelmässigkeit ab. Nach Platz 21 in der Startrunde verbesserte sich der Urner kontinuierlich und fuhr schliesslich als Zehnter und somit als drittbester Schweizer über die Ziellinie.

Mit seinem guten Ergebnis war der BMC-Fahrer auch am Gewinn der Teamwertung massgeblich beteiligt.

Linda Indergand verbessert sich in der Gesamtwertung

Die Urnerin Linda Indergand, die EM-Zweite, hatte sich im Training verletzt und musste das Rennen mit einem verstauchten Knöchel in Angriff nehmen. Dennoch startete Indergand mit viel Power, musste dabei aber alles Glück in Anspruch nehmen, um nicht in einen Sturz verwickelt zu werden. Vorne ging die Post ab, und der Urnerin gelang es nicht mehr, ganz zur Spitze aufzuschliessen. «Auch wenn der 10. Rang das schlechteste Weltcup-Resultat dieser Saison darstellt, bin ich mit meiner Leistung zufrieden, zumal ich mich in der Gesamtwertung auf den 2. Platz verbessern konnte», meinte sie nach dem Rennen.

Die Ukrainerin Yana Belomoina gewann das Rennen vor der Französin Pauline Ferrand Prevot und der Kanadierin Catharine Pendrel. Linda Indergand verlor auf die Siegerin rund vier Minuten. (jm)


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