Duell zweier angeschlagener Mannschaften

HANDBALL ⋅ Der KTV Altdorf wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg. Im Heimspiel gegen Stäfa winkt nun die Chance, diese Durststrecke endlich zu beenden.
06. Oktober 2017, 08:43

Im Vorfeld der Saison 2017/18 wurden die Lakers aus Stäfa von allen Experten zu den Hauptanwärtern auf den Meistertitel in der NLB und damit den Direktaufstieg ins Oberhaus gezählt. Bisher sind die Zürcher, die morgen Abend (18.00) in der Feldli-Arena in Altdorf gastieren, diesen Vorschusslorbeeren allerdings alles andere als gerecht geworden.

Pedja Milicic wurde freigestellt

Nach den Auftaktsiegen gegen Stans und Yellow Winterthur begann es beim NLA-Absteiger zu kriseln. Stäfa kassierte in der dritten Runde gegen den Aussen­seiter Siggenthal eine überraschende 22:28-Niederlage. Vor Wochenfrist kam es gar noch schlimmer für den vermeintlichen Spitzenklub. Er musste eine 31:34-Heimblamage gegen Birsfelden hinnehmen. Nach vier Runden nimmt Stäfa mit der mageren Ausbeute von vier Punkten lediglich die siebte Tabellenposition ein.

Inzwischen hat die Vereinsleitung Konsequenzen gezogen. Cheftrainer Pedja Milicic wurde freigestellt. Nun soll Thomas Schmidt, der vorübergehend die Hauptverantwortung übernimmt, die Lakers wieder auf Kurs bringen.

Altdorf braucht mehr Konstanz

Die Altdorfer treffen morgen auf einen angeschlagenen Gegner. Sowohl gegen Siggenthal als auch gegen Birsfelden litten die Stäfner unter fehlender Leistungskonstanz. In beiden Partien brachen sie in der Schlussviertelstunde richtiggehend ein. Mit dem gleichen Problem hatten auch die Urner zu kämpfen. Sie boten sowohl dem Tabellendritten Möhlin als auch dem Vierten Kadetten Schaffhausen lange Paroli, verscherzten sich jedoch durchaus mögliche Punktgewinne mit verkorksten Darbietungen in der Schlussphase. Altdorf spielte in beiden Partien phasenweise sehr stark, konnte das Niveau jedoch nicht halten.

Im morgigen Heimspiel geht es nun darum, an Konstanz zuzulegen. Stäfa liegt in der aktuellen Verfassung bestimmt in Reichweite der Urner, sofern diese über die vollen 60 Minuten konzentriert zur Sache gehen.

In den ersten vier Runden brachte die KTV-Truppe lediglich einen Punkt ins Trockene. Mit dieser dürftigen Ausbeute liegen die Urner derzeit auf der dritt­letzten Tabellenposition. Noch schlechter gestartet sind einzig Aufsteiger Stans und Steffisburg. Beide zieren punktelos das Tabellenende. Für Altdorf wäre es wichtig, endlich den ersten Vollerfolg einfahren zu können, um den Anschluss an das breite Mittelfeld nicht zu verlieren. Doch von Stäfa sind keine Geschenke zu erwarten. Die Zürcher müssen beim Gastspiel im Urnerland unbedingt punkten, wenn sie ihr erklärtes Saisonziel, die Rückkehr in die NLA, nicht vorzeitig abschreiben wollen.

 

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Hinweis

Männer, NLB. Samstag: Altdorf – Stäfa (18.00, Feldli-Arena).


Leserkommentare

Anzeige: