Feuerwehr ehrt langjährige Mitglieder

SCHATTDORF ⋅ 230 Feuerwehrleute standen bei 33 Einsätzen insgesamt 286 Stunden im Einsatz: Das vergangene Jahr gestaltete sich für die Schattdorfer Feuerwehr als sehr ereignisreich. Beim Jahresrapport gab es aber auch Erfreuliches zu berichten.
10. Februar 2018, 11:31

Für Robi Scheiber war 2017 ein besonderes Jahr: Am 1. Januar übernahm er das Kommando der Feuerwehr Schattdorf von Daniel Gerig. Dabei durfte er sich sprichwörtlich «ins gemachte Nest legen», wie er am Jahresrapport vom Samstag, 3. Februar, in der Stiftung Behindertenbetriebe Uri sagte. Sein Vorgänger habe die Feuerwehr Schattdorf mit sehr viel Kompetenz und Einfühlungsvermögen geführt, so Scheiber.

Aufgrund der grossen Fussstapfen seines Vorgängers, in die er treten musste, habe er gewusst, dass ihm ein schwieriges Jahr bevorstehe. Er habe sich aber vorgenommen, sein Bestmögliches zu tun, um die Feuerwehr Schattdorf mit Herzblut und der Mithilfe seiner Kameraden auf Kurs zu halten.

Einsätze bei Ernstfällen und Übungen

Dies ist Scheiber offenbar gelungen, konnte er doch von einem Jahr ohne Unfälle und Verletzungen berichten. Nichtsdestotrotz war 2017 ein intensives Jahr für die Feuerwehr Schattdorf. Bei 33 Einsätzen standen 230 Feuerwehrleute insgesamt 286 Stunden im Einsatz. Dies notabene uneigennützig und unter teils «recht widerlichen Wetterverhältnissen», wie es am Jahresrapport hiess.

Trotz der intensiven Praxis wurden bei mehreren Kader-, Mannschafts-, Spezialisten- und Atemschutzübungen verschiedene Ernstfälle geübt. Ausbildungschef Christof Niedlisbach ging beim Jahresrapport auf einige ­der Themen ein, welche dabei im Zentrum standen, wie etwa Hochwasserschutz, Liftrettung, ein Löschparcours, die Ausbildung an der neuen Motorspritze und Handschiebeleiter sowie Gebäudekenntnisse. Ausserdem wurde an diversen Kommando-, Kommissions- und Kadersitzungen über die zukünftige Ausrichtung der Feuerwehr und die Budgetplanungen entschieden.

Dabei konnte Scheiber Erfreuliches berichten: dass die Feuerwehr Schattdorf im Frühling 2017 endlich eine der beiden alten Zivilschutz-Motorspritzen ausmustern konnte. Ersetzt wurde sie durch eine neue Motorspritze desselben Typs, wie sie bereits im Vorjahr auf dem Haldi angeschafft worden war.

Mit neuem Fahrzeug und elf neuen Feuerwehrleuten

Seit mehreren Jahren war auch der Ersatz des stets treuen, aber mittlerweile altersschwachen Einsatzfahrzeugs mit Baujahr 1989 im Budget aufgeführt. Im vergangenen Jahr war es nun so weit: Dank des Einsatzes des Kommissionspräsidenten und des Schattdorfer Gemeinderats konnte das Fahrzeug ersetzt werden. An diversen Sitzungen und Einbaubesprechungen habe man sich für einen Kastenwagen entschieden, in dem sechs Atemschutzgeräte sowie diverses Einsatzmaterial für eine schnelle Intervention Platz finden. Ausgeliefert wird das neue Fahrzeug Ende Februar.

Im März 2017 wurden die Jahrgänge 1995 und 1996 zur obligatorischen Rekrutierung im Feuerwehrlokal eingeladen, um neue und motivierte Einsatzkräfte zu rekrutieren. Bei den anschliessenden Einzelgesprächen konnte die Feuerwehr Schattdorf schliesslich sechs junge Menschen begeistern, zum Wohl der Allgemeinheit Feuerwehrdienst zu leisten. Im Verlaufe der ersten Mannschaftsproben meldeten noch fünf zusätzliche Personen ihr Interesse an, sodass die Feuerwehr Schattdorf im vergangenen Jahr schliesslich elf neue Feuerwehrleute rekrutieren konnte.

Daneben haben sich bestandene Feuerwehrmänner bereit erklärt, mehr für die Feuerwehr zu machen und mehr Arbeit auf sich zu nehmen. So wurden Patrick Aschwanden und Simon Fischer von Soldaten zu Korporälen befördert. Urs Herwegh wurde zum Oberleutnant befördert und übernimmt als Zugführer den Einsatzzug 1.

Franz Walker steht seit 25 Jahren für Einsätze bereit

Während seines ersten Jahresrapports als Feuerwehrkommandant kam Robi Scheiber auch gleich selber zum Handkuss: Er steht seit 20 Jahren im Dienst der Feuerwehr und wurde für diese Treue geehrt. Gleich lang dabei und ebenfalls geehrt wurden Urs Imholz, Simon Walker, Mathias Gisler, Iwan Zgraggen und Ady Zgraggen.

Noch länger dabei ist Franz Walker: Er wurde für sein 25-Jahr-Dienstjubiläum geehrt. «In unzähligen Übungen war er stets zur Stelle, um sein Wissen weiterzugeben, an vielen Einsätzen seinen Dienst zu machen und zu Hilfe zu kommen», sagte Scheiber. «Auch sein Wissen und seine Erfahrung um die Lifte hat uns in Einsätzen sehr geholfen.»

Beim Jahresrapport erhielt die Feuerwehr Schattdorf aber auch Lob von ausserhalb. Kommissionspräsident Reto Jäger und Gemeindepräsident Rolf Zgraggen sprachen der Feuerwehr den Dank der Bevölkerung aus. Scheiber richtete den Dank auch an die Familien der Einsatzkräfte und schloss seinen ersten Jahresrapport mit dem Leitspruch der Feuerwehr: «Gott zur Ehr – dem nächsten zur Wehr.» (red)


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