Flüeler sagen Ja zu zukunftsorientierten Projekten

DORFGEMEINDE ⋅ Am Donnerstag wurden Kredite von total 350000 Franken für mehrere Infrastrukturvorhaben genehmigt. Ausserdem konnten erfreuliche Zahlen für das Jahr 2016 präsentiert werden.
20. Mai 2017, 10:45

Das rund 80 Meter lange Teilstück der Gemeindestrasse Oberer Winkel–Kohlplatzweg Flüelen kann saniert werden. An der gestrigen Offenen Dorfgemeinde unter dem Vorsitz von Gemeindepräsident Simon Arnold wurde ein entsprechender Kredit von 200000 Franken einstimmig gutgeheissen. Unter anderem sind ein kompletter Ersatz der Beläge inklusive Untergrund sowie die Erstellung einer neuen Strassenentwässerung und die Realisierung von sauberen Randabschlüssen geplant.

Ja sagten die Flüeler auch zum Kredit der Wasserversorgung von 110 000 Franken. Parallel zur Strassensanierung kann nun auch die alte Trinkwasserleitung inklusive aller Anschlüsse ersetzt werden. Weil auch der neue Forstwerkhof der Bürgergemeinde an die Kanalisation angeschlossen werden muss, wird gleichzeitig die Trinkwasserleitung neben dem Kohlplatzweg bis zur Abzweigung Ruotzig ersetzt.

Zusätzliche 40000 Franken für zwei Spielplätze

Im November 2016 haben die Flüeler einen Bruttokredit von 260000Franken für den Neubau der Kinderspielplätze Rudenzpark und Schifflände be­willigt. Statt der erwarteten 100000 Franken haben Dritte (Stiftungen, Organisationen, Firmen) «nur» 60000 Franken gesprochen. Der Gemeinderat beantragte daher einen Nachtragskredit von 40000 Franken. Der Nachtrag wurde einstimmig gutgeheissen. Die Arbeiten sollen im November 2017 beginnen, damit die neuen Spielplätze im Frühling 2018 zur Verfügung stehen. Mit dem Vollzug des Projekts hat der Gemeinderat eine Baukommission mit Gemeinderat Thomas Epp, Sibylle Huwyler und Sandro Stadler beauftragt.

Ebenfalls unbestritten war das Ja zum neuen Statut der Kreisschule Flüelen/Sisikon. Das Finanzierungsmodell sieht für Sisikon neu eine Miete der Schulräume pro Abteilung vor, dies im Sinne einer Abgeltung für die Bereitstellung der Anlagen und Einrichtungen durch die Gemeinde Flüelen. Bisher mussten die Beiträge der Gemeinde Sisikon an Investitionen in die Schulanlagen in Flüelen für jeden Einzelfall verhandelt werden. Das vorliegende Statut muss nun auch noch an der Einwohnergemeindeversammlung vom 26. Juni in Sisikon genehmigt werden. Es soll per 1. August 2017 in Kraft treten.

Die Rechnung 2016 der Gemeinde Flüelen schliesst mit einem Plus von 21 000 Franken um rund 150 000 Franken schlechter ab als budgetiert. Da aber Zusatzabschreibungen (180 000 Franken) und Vorfinanzierungen (960 000 Franken) vorgenommen werden konnten, ergibt sich unter dem Strich eine Besserstellung gegenüber dem Budget von rund 980 000 Franken. Die Nettoinvestitionen der Gemeinde (für Sanierung Schulhaus Gehren, Innensanierung Schloss Rudenz, Strandbad sowie Orts- und Zonenplanung) beliefen sich im Jahr 2016 auf rund 1,6 Millionen Franken.

Konzessionsabgaben geben zu reden

Der Gemeinderat hat den neuen Konzessionsvertrag mit dem EWA genehmigt. Damit erteilt Flüelen dem EWA das Recht, Verteilanlagen und Stromleitungen im und auf öffentlichem Grund zu erstellen, zu betreiben und zu unterhalten. Als Gegenleistung entrichtet das EWA der Gemeinde eine Konzessionsabgabe. Die Festlegung der Höhe dieser Abgabe liegt in der Kompetenz der Offenen Dorfgemeinde. Wie vom Gemeinderat beantragt, bezahlen die Flüeler künftig Abgaben zwischen 0,3 und 1 Rappen pro kWh elektrische Energie, die aus dem Verteilnetz des EWA bezogen wird. Ein Antrag, im Interesse des Stromkunden keine Abgaben mehr zu verlangen, wurde mit 26 zu 11 Stimmen abgelehnt. Der Antragsteller hatte argumentiert, dass es sich hier um «einen alten Zopf» handle. Der Gemeinde wären bei einem Ja zu diesem Antrag Einnahmen von rund 100000 Franken pro Jahr entgangen.

Schliesslich wurde dem 49-jährigen iranischen Staatsangehörigen Josefi Shahram am Donnerstagabend das Flüeler Bürgerrecht verliehen.

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch


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