Gelder können in andere Projekte fliessen

URNER LANDRAT ⋅ Für die West-Ost-Verbindung wird bis 2019 weniger Geld benötigt als angenommen. Die Mittel sollen nun in andere wichtige Strassenprojekte fliessen.
21. September 2017, 05:00

Im Mai 2015 hat der Landrat das Unterhaltsprogramm (UHP) für die Kantonsstrassen 2016 bis 2019 (22,6 Millionen Franken) genehmigt. Das Urner Stimmvolk hiess im Oktober 2015 das Strassenbauprogramm 2015 bis 2020 (Umsetzung der West-Ost-Verbindungsstrasse WOV) gut. Im Budget/Finanzplan 2016 bis 2019 sind für die WOV 14,2 Millionen vorgesehen.

«Die aktuelle Planung zeigt, dass der Grossteil der Gelder für die WOV später benötigt wird, als bei der Erarbeitung des UHP 2016 bis 2019 und des Strassenbauprogramms angenommen wurde, also nach 2019», schreibt die Regierung in ihrem Bericht zuhanden der Landratssession vom 15. November. Konkret werden bis 2019 für die WOV nicht 14,2, sondern 6,1 Millionen Franken benötigt.

Bristen und Intschi bereits berücksichtigt

Die Regierung beantragt aufgrund dieser Ausgangslage, den Verpflichtungskredit für das UHP 2016 bis 2019 um total 10,6 auf 33,2 Millionen Franken zu erhöhen. Neben den nicht benötigten WOV-Geldern in der Höhe von 8,1 Millionen Franken sind in den 10,6 Millionen auch die bereits bewilligten Beiträge für die Sanierung der Bristenstrasse (1,5 Millionen Franken) und für die Sanierung der Stützmauer zwischen der Gotthardstrasse und dem SBB-Trasse bei Intschi (1 Million Franken) enthalten.

«Die zurzeit nicht für die WOV benötigten Mittel sollen für andere wichtige Projekte zur Verfügung gestellt werden», heisst es im Bericht an den Landrat. So sind 2018/19 unter anderem folgende Sanierungsprojekte vorgesehen: Sustenpassstrasse (Abschnitt Wassen–Deportertunnel), Klausenpassstrasse (Abschnitt Urnerboden Dörfli–Kantonsgrenze), Gotthardstrasse (Intschialpbachbrücke in Gurtnellen), Oberalppassstrasse (Galerie Oberalp­see) und Seelisberg (Stützmauer Schillerbalkon). Geplant sind auch der Bau respektive die Umgestaltung des Knotens Schächen (Schattdorf/Bürglen) und des Knotens Kastelen (Schattdorf). In Färnigen (Ersatz Schutzeinrichtung) und Bürglen (Strassengestaltung im Dorfkern) will der Kanton Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit realisieren. Weitere Projekte sind in Witterschwanden (Anpassung Fussgängerquerung und behindertengerechte Bushaltestelle), auf der Isenthalerstrasse (neue Ausweichstelle im Bereich Birchi) sowie an der Attinghauserstrasse (Unterführung Walter Fürst–Reussbrücke; Strassenabtretung nach neuer Strassenführung) vorgesehen. Die Baudirektion will 2018/19 aber auch Geld in die Planung investieren, unter anderem für den Knoten Schächen sowie für die Sanierung der Strassen Altdorf und Erstfeld innerorts.

 

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch


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