Geschwister bieten Abwechslung

ALTDORF ⋅ Das Andermatter Geschwisterpaar Maria und Fränggi Gehrig begeisterten an der Matinee im Kulturkloster Altdorf viele Musikliebhaber. Sie präsentierten Musik aus verschiedenen Ländern.
20. Juni 2017, 07:34

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Im Klostergarten, hoch über Altdorf, sassen am Sonntagmorgen bei schönstem Sommerwetter die Musikliebhaber dicht gedrängt zwischen schattenspendenden Bäumen und Büschen. Das Duo Maria und Fränggi Gehrig hätte für die Matinee keinen schöneren und besseren Ort aussuchen können als das Kulturkloster. Beim Konzert bekam das fachkundige Publikum Musik aus verschiedenen Ländern und Stilrichtungen zu hören.

Die Geschwister aus Andermatt spielen seit ihrer frühesten Kindheit zusammen und verstehen sich praktisch blind. Ihre ersten öffentlichen Auftritte hatten sie mit der Hüüsmüsig Gehrig. Zum Auftakt spielten Maria (Violine) und Fränggi Gehrig (Akkordeon) ein Appenzeller «Zäuerli» von Emil Wallimann. Darauf folgte eine Eigenkomposition von Fränggi Gehrig und danach der Walzer «Angelika».

Ansage löst Schmunzeln aus

Bei einigen Titeln gab die drei Jahre jüngere Schwester Maria Gehrig an der Geige den Ton an – und ihr Bruder, der 1986 geboren wurde, folgte ihr mit der Hand­orgel. Ein Schmunzeln löste die Ansage von Fränggi Gehrig auf den Titel «Ruthlis (M)ärschli» von Willi Valotti bei den Zuhörern aus.

Einige eher klassische Stücke aus Skandinavien und Ungarn brachten Abwechslung in das vielfältige Repertoire des Konzertes. Nach der «Schnellfeuerpolka» aus Österreich ging es wieder zurück in die Schweiz, wo sie Musik von ein paar Muotathaler Komponisten spielten.

Besonders gefallen haben den gebannt lauschenden Leuten der Walzer «Salome» von Sepp Huber, der mit den Hujässler zusammenspielt, und abschliessend der Titel «Blick uf e Urner-see» von Komponist und Interpret Markus Flückiger. Der lang anhaltende Applaus zwang die beiden Spitzenmusiker zu einer Zugabe, der sie sehr gerne nachkamen. «Es war ganz speziell schön, was ich hier gehört habe und erleben durfte, die abwechslungsreichen Stücke haben mir absolut gefallen», sagte Robi Arnold, ein begeisterter Zuhörer. «Das Duo spielt einen lebhaften und lüpfigen Stil, der sehr gut in diese fantastische Umgebung passte.»


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