Gleichgesinnte stellen Oldtimer zur Schau

KLAUSENPASS ⋅ Bei regnerischem Wetter waren am Samstag rund zwei Dutzend Oldtimer-Einachser zugegen beim 5. Aebi- und Schilter-Treffen auf dem Klausenpass.
11. September 2017, 07:44

Nicht von ungefähr führte der ­Organisator des 5. Treffens von Oldtimer-Einachsern, Hanspeter Kaufmann, auf dem Klausenpass die Parade auf die Passhöhe an. Der ehemalige Bauer und Wirt von Grindelwald, der seit einigen Jahren das Hotel Klausenpass führt, war nämlich bei einer Stammtisch-Idee dabei – wie er sie nannte – als der Vorschlag eines solchen Treffens geboren wurde.

Von Beginn weg übernahm er mit einem knappen Dutzend gleichgesinnter Urner die Organisation des Treffens. Dies ist bis heute so geblieben. Auch die Mehrheit der Teilnehmer von Oldtimer-Einachsern stammen aus Uri. Am Samstag waren sogar Fahrzeuge aus umliegenden Kantonen anwesend. Wie Kaufmann sagte, seien Teilnehmer sogar von Bern über den Susten gefahren. Einige Fahrzeuge wurden verladen. «Solche Fahrzeuge werden praktisch nicht mehr in der Landwirtschaft eingesetzt», erklärte Kaufmann. Es sei die reine Faszination an den Fahrzeugen und ein nicht unbedingt billiges Hobby. «Das wertvollste Fahrzeug schätze ich auf 50000 bis 70000 Franken.» Besonders wertvoll sei der Gotthard-Traktor, von welchem nur elf Stück hergestellt wurden, einer davon sogar auf dem Klausenpass war.

Auf die Frage, warum er zu diesen Einachsern eine besondere Vorliebe habe, meinte Hans­peter Kaufmann: «Weil sie ohne Hightech auskommen.» Zugelassen auf dem Klausen waren Einachser von 1980 abwärts. Je älter, umso besser. Die Halter bekommen keine finanzielle Unterstützung und unterhalten die alten Fahrzeuge als reines Hobby.

Treffen findet im nächsten Jahr nicht statt

Am fünften aufeinanderfolgenden Treffen auf dem Klausenpass musste man auch kein Startgeld bezahlen. Jeder Teilnehmer erhielt ein Erinnerungsglas und eine Urkunde. «Am wichtigsten ist ohnehin der gesellschaftliche Aspekt», meinte Kaufmann. Dazu wurde vor dem Hotel Klausenpass ein Zelt aufgestellt. Bei Ländlermusik und Chilbibetrieb freuten sich die Teilnehmer auch unter misslichen Bedingungen am Treffen mit Gleichgesinnten.

Im nächsten Jahr wird das alljährliche Treffen unterbrochen, da das Hotel Klausenpass abgerissen und neu aufgebaut wird. Laut dem Organisator Kaufmann sei man an vielen Orten in der Schweiz dem Beispiel der Urner gefolgt und führe solche Treffen durch, wie zum Beispiel in Rothenthurm im nächsten Jahr oder im Kanton Nidwalden.

Vielleicht werden dann im übernächsten Jahr die historischen Aebi und Schilter vor dem neuen Klausenpass-Hotel einen noch grösseren Kontrast bilden als beim diesjährigen fünften Treffen.

Robi Kuster

redaktion@urnerzeitung.ch


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