In erste Liga aufgestiegen

INLINEHOCKEY ⋅ Zwar musste der IHC Uri im Final eine Niederlage einstecken. Trotzdem darf sich der Hockeyverein über den Liga-Aufstieg freuen.
15. Juli 2017, 08:22

Der Inlinehockeyclub (IHC) Uri steigt in die erste Liga auf. Dabei musste der Urner Verein im Final gegen den IHC SF Linth eine Niederlage einstecken. Allerdings erbt er den Aufstieg des Finalgegners, da vom gleichen Verein bereits eine Mannschaft in der ersten Liga spielt. Die Ostschweizer waren am vergangenen Wochenende die stärkere Mannschaft. Sie gewannen beide Finalspiele, das Gesamtskore lautete 12:5.

Das Spiel vom Samstag fand in Hochdorf statt. Die Urner durften auf die Unterstützung von rund 30 mitgereisten Fans zählen. Das Spiel startete für das Heimteam jedoch alles andere als nach Plan. Bereits nach einer Spielminute wanderte Simon Tresch auf die Strafbank. Er stoppte regelwidrig einen Spieler, der allein auf das Tor von Nick Arnold losgezogen war. Der erste Schuss im Powerplay fand den Weg ins Tor. Was folgte, war ein offener Schlagabtausch mit sehr hohem Tempo. Beide Torhüter zeigten eine starke Leistung und vereitelten Chance um Chance.

Doch in der 15. Spielminute musste sich Nick Arnold ein zweites Mal bezwingen lassen. Der erste Urner Treffer fiel jedoch nur 60 Sekunden später. Andreas Bissig lenkte einen Schuss von Christian Herger vor dem Tor gekonnt ab. Mit dem Stand von 1:2 gingen die Teams in die Pause.

Noch blieb Zeit, den Rückstand wettzumachen. Ruhig spielen war angesagt. Dies gelang jedoch nur teilweise. Je länger die Partie dauerte, desto mehr dominierten die Gegner. Häufig waren die Urner einen Schritt zu spät, was weitere Strafen zur Folge hatte. Im Powerplay zeigten sich die Ostschweizer äusserst kaltblütig. In der 35. und 39. Spielminute gelangen ihnen zwei weitere Treffer in Überzahl. Die Urner bäumten sich nochmals auf. Mit einem Doppelschlag innert 150 Sekunden gelang der 3:4-Anschlusstreffer. Der IHC SF Linth schien zum Schluss der Partie noch etwas mehr Kraftreserven zu haben. Mit abgeklärtem Konterspiel nahm er das Heft wieder in die Hand. Kurz vor Schluss gelang ihm sogar noch das 5:3.

Start nach Mass gelungen

So reisten die Urner am Sonntag mit einem Handicap von zwei Toren nach Kaltbrunn. Um Strafen zu vermeiden, hatte Disziplin im Rückspiel oberste Priorität. Das Powerplay von Linth war am Vortag ausschlaggebend gewesen für die Niederlage. Ein Start nach Mass war gefragt. Gesagt, getan. Uri gelang bereits 30 Sekunden nach Spielbeginn das erste Tor. In der Folge wurde das Heimteam deutlich aggressiver, womit Uri seine liebe Mühe hatte. Mit der gesteigerten Disziplin war es bereits nach 4 Minuten vorbei. Die Schiedsrichter verteilten Strafen auf beiden Seiten. Linth kam besser damit zurecht. In der 13. Spielminute gelang ihnen der Ausgleichstreffer. Ein erster kleiner Rückschlag für die Aufholjagd.

Mit grossem Kampfgeist erspielte sich der IHC Uri weitere gute Chancen. Durch eine herrliche Kombination gelang Marco Arnold der erneute Führungstreffer. Nun wäre es an der Zeit gewesen, den Aufschwung mit einem weiteren Treffer zu bestätigen. Doch weiter machte man sich das Leben mit Strafen selber schwer. Kurz vor der Pause schoss Linth den erneuten Ausgleich in Überzahl.

In der Pause wurden die Kräfte neu mobilisiert. Doch die Ostschweizer traten in der zweiten Halbzeit äusserst dominant auf. Nach der Pause erzielten sie das 3:2, ein Tiefschlag für die Urner Moral. Dem war nichts mehr entgegenzusetzen: Linth gelangen noch vier Treffer.

«Dass wir den Aufstieg trotz Finalniederlage erreicht haben, ist natürlich etwas speziell», so der Kommentar von Coach Renato Aschwanden. Gerne hätte man den Final gewonnen. «Linth war aber das bessere Team und somit der verdiente Sieger.» Trotzdem freuen sich die Urner riesig über den Aufstieg in die 1. Liga. «Wir haben es jetzt als erstes Team geschafft, innert drei Jahren dreimal aufzusteigen. Erneut können wir uns in der nächsten Saison auf eine neue Herausforderung freuen.» (red)


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