In würdigem Rahmen geehrt

ATTINGHAUSEN ⋅ Der Jodlerklub Tälläbuebä hat seit dem traditionellen Klausabend ein neues Ehrenmitglied.
05. Dezember 2017, 08:30

Schon seit Jahren dient der Klaus­abend der Tälläbuebä dazu, die jeweiligen Ehrungen in einem festlicheren Rahmen als an einer GV vorzunehmen. Gleichzeitig möchte man mit der Einladung von Gästen und der Partnerinnen den Betreffenden einen kleinen Dank für Entbehrungen und ­geleisteten Dienste abstatten. ­ Bei der diesjährigen schlichten Klausfeier fehlte allerdings St. Nikolaus, obwohl er dies und jenes zu bemängeln gehabt hätte. Es ging aber in erster Linie darum, danke schön zu sagen und die verdienten Mitglieder zu ehren. Paul Gerig konnte nach 15 Jahren zum neuen Ehrenmitglied ernannt werden. Dreizehn Jahre davon war er im Vorstand als Aktuar tätig. Paul Gerig singt im zweiten Tenor. Die zweite Ehrung ging an Karl Walker, der 43 Jahre in der gleichen Stimmlage sang. Leider musste er verabschiedet werden, da ihm die wöchentlichen Fahrten vom Wohnort Andermatt nach Attinghausen zu viel geworden sind.

Der Dank des Präsidenten Louis Camenzind ging auch an die aktiven Jodler, welche die Proben und Auftritte fast lückenlos bestritten hatten. Es waren dies Mathias Wyrsch, Josef Arnold, Veit Wyrsch und Bärti Gisler. Die Mitglieder wurden im Jahr 2017 zu 40 Proben und 20 Auftritten zusammengerufen.

Nach dem besinnlichen Jodellied «Abiggloggä» der anwesenden Tälläbuebä brachte Bärti Gisler noch etwas weihnächtliche Stimmung in den Saal. Er las eine besinnliche Geschichte aus Bethlehem mit Deutung und nahm Bezug zur heutigen Zeit.

Rolf Lee hört nach 37 Jahren auf

Der Klub wird in nächster Zeit ­einen Umbruch erleben, da der langjährige musikalische Leiter Rolf Lee nach dem Jodlerabig den Rücktritt gegeben hatte. Rolf Lee bekam am Samstag erst einmal die Anerkennung für seine Arbeit als musikalischer Leiter in seinem letzten Jahr als Dirigent. Nachher sei Schluss nach 37 Jahren Dirigententätigkeit, meinte er. Er wünschte am Samstagabend seinen Sängern viel Erfolg und den Mut, Neues anzugehen. Mit ein paar eigenen früheren Geschichten als junger langhaariger Dirigent löste er bei den Jodlern Lachen aus, weil er damals eher als Jazzmusiker denn als Jodlerkenner wahrgenommen wurde. Inzwischen weiss auch Rolf Lee um den grossen Wert der Jodlerkultur und hofft, dass die Tälläbuebä diese erfolgreich weiterführen werden. Er appellierte an die Aktiven, alles daranzusetzen, um an die früheren ­Erfolge anzuknüpfen. Rolf Lees Nachfolgerin ist Corina Ferrari. Vorläufig steht aber noch der Jodlerabend mit dem bisherigen und langjährigen Dirigenten im Vordergrund. (ku)


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