Junger Urner zeigt Natur aus eher nicht alltäglicher Sicht

ERSTFELD ⋅ Marc Püntener stellt im Café Hauger in Erstfeld seine Fotografien aus, die im Grossformat verschiedene Urner Landschaftswelten zeigen.
05. Dezember 2017, 05:00

Marc Pünteners Fotoausstellung «Ein Stück Urner Natur» zieht den Betrachter vom ersten Augenblick an in ihren Bann. Die Landschaften zeigen nicht alltägliche Blickwinkel. Betörend ist die Schönheit der Aufnahmen, die ein eindrückliches Wechselspiel zwischen leuchtenden und dezenten Farbtönen, fliessenden und schroffen Formen zeigen. «In jedem Bild steckt viel Herzblut und immer auch eine spannende Geschichte, ein unvergessliches Erlebnis oder ein Abenteuer», meint der 24-jährige Attinghauser. Die Leidenschaft für das Fotografieren begann im Jahr 2010 mit seiner Maturaarbeit Lichtgraffiti – bewegende Kunst mit Licht. Was damals mit Lightpainting bei Nacht und Dämmerung anfing, wurde zu einem zeitintensiven und faszinierenden Hobby.

Püntener erforscht vor allem den Heimatkanton Uri. Ungewohnte Perspektiven, Plätze, die kaum jemand kennt, und atemberaubende Lichtstimmungen locken ihn immer wieder nach draussen. Auf der Suche nach geeigneten Orten ist er oft auf Erkundungstour und holt sich Ideen vor Ort. Aber auch das Internet wird häufig beigezogen. Dabei werden Wanderkarten, Wetter-Apps, Mondphasen und Sternenhimmel aufs Genaueste studiert.

Schlafen im Freien gehört auch dazu

Nächtelang dauern manchmal die Ausflüge. Oft begleiten ihn Freunde und Familienangehörige, denn allein kann es einem im Dunkeln auch mulmig werden. Schlafen im Freien unter schönstem Sternenhimmel und unterwegs sein bei oft sehr kalten Temperaturen gehören genauso zum Hobby wie eine robuste Wanderausrüstung, zahlreiche Fotoutensilien, die Stirnlampe und natürlich auch ein schwerer Rucksack.

«Die beste Zeit zum Fotografieren ist die Dämmerung», sagt Püntener. In der Zeitspanne um Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang habe man das beste Licht. Seine Bilder zeigen vielfach auch genau diese mystische Stimmung, widerspiegeln die Intensität der Farben und strahlen eine unglaubliche Kraft und Ruhe aus. Und immer sind auch Fotografien bei Nacht ein Thema, welche ein Lichtermeer von Sternen zeigen oder bei Neumond die Schönheit der Milchstrasse.

Fotografieren wird ein Hobby bleiben

Marc Püntener beendet demnächst seine Ausbildung zum Oberstufenlehrer. «Die Fotografie wird mein Hobby bleiben und weiterhin einen grossen Teil meiner Freizeit einnehmen.» Bereits sind auch schon neue Ideen und Projekte in Arbeit. Am Mittwochnachmittag, 6. Dezember, und den ganzen Donnerstag , 7. Dezember, wird Marc Püntener im Café Hauger in Erstfeld vor Ort sein und einen Einblick in seine Werke geben, die auch auf der Homepage (www.puentener.ch), auf Facebook (Marc Püntener Fotografie) und (marcpuentener) zu finden sind. (red)

Hinweis

Die Ausstellung im Café Hauger in Erstfeld ist bis Ende Februar zu sehen, und zwar von Montag bis Freitag, 6.30 bis 18 Uhr, sowie am Samstag von 6.30 bis 16 Uhr.


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