Jury vergibt Preis für Kasi-Geisser-Covers

ALTDORF ⋅ Bei einem Wettbewerb wurde Volksmusik neu interpretiert – und ausgezeichnet.
03. Dezember 2017, 20:19

Vom Trio bis zum 50-köpfigen Kirchenmusikensemble – die Vielfalt der Musikformationen war gestern Abend im Theater Uri gross. Mit Schlagzeug, Gitarre, Saxofon, Alphorn und Geige kamen zahlreiche Instrumente zum Einsatz, die sonst in der Volksmusik selten zu hören sind. Das Publikum im grossen Saal im Theater Uri bekam zehn ganz spezielle Uraufführungen zu hören. Mit einem Wettbewerb hatte das Haus der Volksmusik Musikschaffende aus allen Sparten aufgefordert, neue Versionen von Kasi Geissers Kompositionen zu schaffen.

Die eingegangenen Wettbewerbsstücke wurden von einer Jury analysiert. Diese bestand aus Ueli Mooser (Volksmusiker, Komponist und Multi-Instrumentalist), Mariel Kreis (Musikredaktorin bei SRF2 Kultur) und Markus Flückiger (Komponist und Musiker). Zum Schluss des Konzerts gestern Abend folgte der eigentliche Höhepunkt. Die Jury konnte dem Gewinner einen Preis von 3000 Franken überreichen. Am meisten überzeugt hatte die Komposition «Quasi Geisser Tzigane» von Marc Hänsenberger. «Die Komposition ist ein Plädoyer für die Offenheit», sagte Mariel Kreis anerkennend. Es sei sowohl Respekt vor der Vorlage zu spüren als auch die Verbundenheit mit Neuem. Und bei alldem sei der Umgang mit der Volksmusik ein sehr liebevoller gewesen.

mz

Hinweis

Mehr zum Wettbewerb lesen Sie am Dienstag in der Urner Zeitung.


Leserkommentare

Anzeige: