Kilbiausstellung zeigt das Isenthal im Grossformat

ISENTHAL ⋅ Am kommenden Wochenende findet in Isenthal die Kilbi statt. Die Kulturkommission organisierte dazu einen Fotowettbewerb. Die schönsten Bilder sind nun an der Kilbiausstellung zu sehen.
11. Oktober 2017, 10:46

Die Isenthaler Kilbiausstellung hat längst Tradition. Seit 1991 findet sie jedes Jahr statt. Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit. Für die diesjährige Kilbi hat die Kulturkommission Isenthal sich etwas Spezielles einfallen lassen. Sie hat einen Fotowettbewerb zum Thema «Zum Verlieben – Das Isenthal» organisiert. Die schönsten 45 Fotos werden nun in der diesjährigen Kilbi-Ausstellung auf grossformatigen Plakaten zu sehen sein.

An der Vernissage am kommenden Samstag, 14. Oktober, um 20 Uhr ist es so weit. Die 45 Siegerplakate des Wettbewerbs werden gekürt. Noch weiss nur Projektleiter Markus Aschwanden, wer von den insgesamt 328 eingereichten Fotos das Rennen gemacht hat. Dieser freut sich enorm über die vielen eingereichten Bilder. «Der Endspurt im Juni war gewaltig», sagt der Projektinitiant. «Der grosse Erfolg freut mich riesig.»

Die Jury hatte die Qual der Wahl

Aschwanden stellte für die Jury anonym sämtliche Unterlagen zusammen. Die Einsender sind dieser völlig unbekannt. Die Jury bestand aus zwei Gemeinderäten, zwei Kulturkommissionsmitgliedern und einer Künstlerin. «Wir nahmen uns viel Zeit», sagt der Isenthaler Jurypräsident Peter Gasser. «Zuerst beurteilten wir die Fotos grossflächig auf dem Bildschirm. Für die Rangierung standen A5-Fotoausdrucke zur Verfügung. In mehreren Durchgängen schieden wir laufend Bilder aus. Oft hatten wir die Qual der Wahl. Doch unsere Diskussionen verliefen konstruktiv.»

Zum Schluss übergab Jurypräsident Gasser im Beisein eines neutralen Gemeindeverwaltungsmitglieds die Gewinnerliste dem Projektleiter. Dieser benachrichtigte die Gewinner per Mail, allerdings ohne Rangierung. Die Rangierung ist der Vernissage vorbehalten. Bereits sind die Plakate gedruckt.

Es gibt verschiedenste Preise zu gewinnen

Peter Gasser ist gespannt auf die Eröffnung der Ausstellung. Er hofft, dass viele Besuchende und die Fotografen selber anwesend sein werden. «Ich bin erstaunt über die vierzig attraktiven Preise, die von Privaten oder Urner Betrieben gestiftet wurden», erklärt der Jurypräsident. Als Preise winken etwa ein Saisonabonnement für den Skilift Gitschenen, attraktive Familien- und Alpenwanderungspauschalen, eine Woche in einer Isenthaler Ferienwohnung sowie Übernachtungen im Berggasthaus, in der Gitschenhöreli- oder der Sewenhütte. Auch Hotel-Weekends oder ein Schlemmer-Nachtessen für zwei Personen gibt es zu gewinnen. Ferner gibt es im Gabentempel je eine exklusive Wildbeobachtungstour mit dem Isenthaler Wildhüter und eine Tagestour mit einem Bergführer. Zu gewinnen sind auch Kunstwerke wie eine Rot-Zipfelkappenskulptur des bekannten Bildhauers Peter Bissig oder eine rustikale Sitzbank. Zur Auswahl stehen weiter Qualitätsprodukte wie Alpkäse, Geschenkekörbe, Eintritte für das Isenthaler Theater, persönliche Fotoposter, ein Isenthaler Bücherkorb oder ein Bildkalender.

Kommission plant bereits die nächste Ausstellung

Die Ausstellung wird wohl für die Besucher anregenden Gesprächsstoff bieten. Denn alle zwei Stunden werden sämtliche 328 Wettbewerbsfotos in einer Dias-Show gezeigt. Auf Interesse dürfte der Isenthaler Jahreskalender mit dreizehn Wettbewerbsfotos stossen, der sich auch als Weihnachtsgeschenk eignen würde.

Als Attraktion wird zudem im abgedunkelten Geräteraum in der Turnhalle ein Porträt-Studio eingerichtet. Begabte Fotografen bieten Einzelnen, Paaren oder Familien ihre Dienste an. Die Kilbi biete aber auch sonst noch viel Abwechslung (siehe Box).

Bereits jetzt plant die Isenthaler Kulturkommission die nächsten Schritte. Für 2018 ist eine Ausstellung mit der Vernissage des Kulturlandschaftsführers «Via Urschweiz» vorgesehen. Das Buch erscheint im bekannten Rotpunktverlag. Geplant sind ferner Unterrichtsmaterialien, Videos und Spiele für Schulen und Familien.

Wichtige Jubiläen werfen Schatten voraus

Im Jahr 2021 feiert dann Isenthal ein grosses Ereignis: das 400-jährige Bestehen der eigenen Pfarrei. Denn 1621 löste sich das Tal von der Mutterpfarrei Seedorf ab und 1821 wurde die klassizistische Kirche St. Theodul eingeweiht. Zwei Jubiläen, die wohl der Kirchenrat mit den Isenthaler Dorfvereinen rechtzeitig thematisieren will.

 

Josef Schuler

redaktion@urnerzeitung.ch

Hinweis

Mehr Infos zur Ausstellung gibt es unter www.isenthaler.ch


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