1,9 Millionen für Umbau der Luftseilbahn Intschi-Arnisee

URI ⋅ Die Bahn von Intschi zum Arnisee soll mit 1,9 Millionen Franken auf den neusten Stand der Technik gebracht werden. Durch die schnellere Fahrt können künftig noch mehr Gäste transportiert werden.
12. September 2017, 05:00

Der Auftrag zum Umbau der Seilbahn Intschi–Arnisee wurde im Juli definitiv vergeben. Kürzlich reiste nun eine Delegation des Verwaltungsrates und der Umbaukommission nach Schwanden im Kanton Glarus. Dort wurde mit der Geschäftsleitung der Inauen-Schätti AG der Werkvertrag unterzeichnet.

Die planerischen Arbeiten zum Umbau wurden am 7. August aufgenommen und sind momentan in vollem Gange. Unterdessen sind auch die Bautermine und somit der Stillstand der Luftseilbahn Intschi–Arnisee bekannt. Sollte alles wie geplant vonstatten gehen, so bleibt die Bahn ab Mitte Februar bis Mitte Mai 2018 geschlossen.

Kälte und Schnee könnten Projekt verzögern

Am Samstag, 19. Mai 2018, wird voraussichtlich die neue Bahn mit einem festlichen Anlass der Genossenschaft und somit auch der Öffentlichkeit wieder übergeben. Die Verantwortlichen hoffen jedoch, dass sich die Bauarbeiten nicht durch Kälte oder grossen Schneefall verzögern.

Für die Steuerung der Anlage ist die Urner Firma Sisag aus Schattdorf beauftragt. «Die Sicherheit der Fahrgäste steht immer an oberster Stelle», schreiben die Bahnbetreiber in einer Medienmitteilung. Für kleinere Arbeiten vor Ort lege man grossen Wert darauf, das einheimische Gewerbe zu berücksichtigen. Die Umbaukosten belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Franken. Neben einem zinslosen Darlehen des Kantons und einer Hypothek einer Bank, beteiligen sich auch die 45 Genossenschafterinnen und Genossenschafter mit einem jährlichen Beitrag an der Finanzierung. «Die vergangenen beiden Jahre waren sehr erfreulich, und auch das laufende Jahr scheint einen guten Umsatz zu generieren», heisst es in der Mitteilung. Man sei aber auch auf Sponsoren angewiesen. Zurzeit läuft die Sponsorensuche auf allen Ebenen, und jeder noch so kleine Beitrag sei herzlich willkommen. «Es findet sich sicher für jeden Arni-Liebhaber eine passende finanzielle Unterstützungsmöglichkeit.»

Bahn wird vom Berg aus bedienbar

Beim Umbau werden der Antrieb, die Steuerung und die unteren drei Masten ersetzt. Selbstverständlich werden auch die Kabinen modernisiert. Nach dem Umbau wird es möglich sein, die Bahn auch von der Bergstation aus zu bedienen. Angestrebt wird der neueste Stand der Technik.

Durch die höhere Fahrgeschwindigkeit wird zusätzlich eine Kapazitätserhöhung von rund 10 Prozent erreicht, was einem Transportvermögen von knapp 90 Personen pro Stunde entspricht. Mit der neuen Bahn wird eine Aufwertung des Naherholungsgebietes Arni erhofft – und noch mehr zufriedene Gäste. «Nicht überall ist es möglich, in so kurzer Zeit diese Idylle zu finden», werben die Bahnbetreiber. Zudem sei die Genossenschaft zusammen mit der Gemeinde Gurtnellen stets bemüht, Familien und Gästen einen tollen Spielplatz, einen sauberen, mit Brennholz versehenen Grillplatz, ein öffentliches WC und trittsichere Wanderwege rund um den See zu bieten. Das Arni ist Ausgangspunkt für viele hochalpine Wanderungen. Die Leutsch­ach­hütte erreicht man in rund zwei Stunden vom See aus. (red)

Hinweis

Das Restaurant Alpenblick und die Luftseilbahn Intschi–Arnisee bieten werktags einen Mittagsplausch an. Interessierte melden sich bei der Talstation.


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