Machbarkeit eines Kunsteisfelds Holzboden wird geprüft

SPIRINGEN ⋅ Die Spirgner sagten Ja zu einer Finanzspritze für die Skiliftgenossenschaft Spiringen. Im Interesse der Genossenschaft wurde der Unterstützungsbeitrag der Gemeinde erhöht, der Darlehensbetrag hingegen gesenkt.
20. Mai 2017, 10:44

Die Spirgner haben an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Donnerstagabend un­ter dem Vorsitz von Gemeindepräsidentin Esther Büeler-­Arnold eine Anpassung der Gemeindeordnung einstimmig genehmigt. Damit wird die Erweiterung des Gemeinderats von heute fünf auf sieben Mitglieder ermöglicht.

Die Aufstockung bedeutet, dass die Arbeiten im Gemeinderat, die zunehmend umfassender und zeitintensiver werden, künftig auf mehr Schultern verteilt werden können. Anderseits eröffnen sich neue personelle Möglichkeiten mit Blick auf die Nachfolgeregelung.

Antrag für höheren Unterstützungsbeitrag

Im Weiteren sprachen die Spirgner total 150000 Franken an die Skiliftgenossenschaft Spiringen zur Anschaffung eines Occasions-Pistenfahrzeugs. Der Gemeinderat hatte zuhanden der Versammlung 30000 Franken als Unterstützungsbeitrag der Gemeinde und zusätzlich ein Darlehen von 120000 Franken beantragt. Aus der Versammlungsmitte kam ein Antrag, den Unterstützungsbeitrag auf 50000 Franken zu er­höhen respektive das Darlehen auf 100000 Franken zu senken. Dieser Vorschlag wurde klar gutgeheissen. Das Darlehen muss der Gemeinde innerhalb von fünfzehn Jahren zurückbezahlt werden. Im Gegenzug wird die Gemeinde während der Darlehenszeit auf die bisher jährlich geleistete Frondienstabgeltung von 2000 Franken an die Genossenschaft verzichten – dies im Sinne einer Verzinsung.

Konzessionsabgabe gutgeheissen

Traktandiert war auch die Neufestlegung der Gemeindeentschädigung (Konzessionsabgabe) zur Nutzung von öffentlichem Grund und Boden durch das Verteilnetz der EWA AG. Die vom Gemeinderat beantragten leicht reduzierten Abgabesätze wurden ohne Gegenstimme genehmigt. Für Spiringen bedeutet die tie­-fere Abgabe etwas weniger Ein­nahmen. Der einzelne Stromkunde profitiert direkt von der Senkung.

Einstimmig genehmigt wurde die Rechnung 2016. In der ­Erfolgsrechnung resultierte statt des budgetierten Defizits von 121000 Franken ein Ertragsüberschuss von 356000 Franken. Netto wurden im Jahr 2016 gut 154000 Franken investiert, unter anderem in die Wegsanierung Tal–Kipfen–Fuhr, für die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs und für die Planung der Sanierung des Kreisschulhauses.

Folgende Wahlen für die Amtsdauer 2018/19 wurden getätigt: Gemeinderat: Mitglieder Anton Arnold-Christen und Michael Mattli (beide bisher); Schulrat: Präsidentin Manuela Imhof-Gisler (neu, bisher Mitglied) sowie die Mitglieder Monika Imholz-Bissig (neu) und Mario Arnold-Bissig (neu); Kreisschuldelegierter: Benjamin Schuler-Gisler (bisher); RPK: Präsident Ueli Gisler (bisher) und die Mitglieder Josef Walker-Herger und Daniel Zgraggen-Müller (beide bisher); Sozialdienst Uri Ost: Mitglied Anton Arnold-Christen (bisher).

Umzonung wird noch geprüft

Gemeinderat Michael Mattli gab diverse Informationen ab. Die Arbeiten zur Teilrevision der Nutzungsplanung sowie der Bau- und Zonenordnung sind am Laufen. Noch offen sind Fragen rund um die Erschliessung der gemeindeeigenen Liegenschaft Ölguss respektive um deren ge­plante Umzonung von der Landwirtschafts- in die Bauzone. Ende August ist eine Infover­anstaltung für die Bevölkerung geplant.

Gemeinde greift Anliegen des Jugendparlaments auf

Der Gemeinderat klärt die Machbarkeit der Realisierung eines Kunsteisfelds im Holzboden ab. Dieses Anliegen wurde im Urner Jugendparlament vorgebracht. Es werden Gespräche mit dem Kanton sowie mit potenziellen Be­nützern geführt, mögliche Gesamtkosten eruiert und Finanzierungsmöglichkeiten geprüft.

Weiter teilte Mattli mit, dass gemeinsam mit der im Herbst beschlossenen Sanierung des Friedhofwegs auch die entsprechenden Leitungen sanieren werden müssen. An der Gemeindeversammlung im Herbst soll deshalb ein angepasster Kreditantrag gestellt werden.

 

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: