«Nach der Saison ist vor der Saison»

ANDERMATT ⋅ Erich Tresch und Josi Regli sitzen neu im Vorstand des Skiclubs Gotthard Andermatt. An der GV sorgte vor allem die Erhöhung der Mitgliederbeiträge für Diskussionen.
13. Juni 2017, 07:13

Schon der Aufmarsch der Mitglieder war beeindruckend. Der Tagungssaal im Hotel Schweizerhof in Andermatt platzte am Freitag fast aus allen Nähten, als Präsident Walter Furrer die 114. Generalversammlung des Skiclubs Gotthard Andermatt eröffnete.

In seinem Jahresbericht liess Präsident Furrer noch einmal die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Klubjahres Revue passieren. Sportlich standen ganz klar die grossen Erfolge der Athleten und die Organisation verschiedener Rennen im Vordergrund, während im administra­tiven Bereich die wichtigsten Aktionen gemäss Jahresprogramm erwähnt wurden.

«Wir müssen Sorge tragen»

Walter Furrer blieb aber nicht lange beim Rückblick, sondern skizzierte nach dem Motto «Nach der Saison ist vor der Saison» Strategien, um den Klub weiter auf Kurs zu halten. «Wir haben einen tollen Klub mit einer jungen dynamischen Athletencrew, zu der wir Sorge tragen müssen», sagte er.

In die gleiche Kerbe schlugen JO-Chef Alpin, Alex Muoser, und JO-Chefin Nordisch, Marina Zberg, in ihren vorgetragenen Jahresberichten. So bekamen die Anwesenden interessante Fakten und Resultate präsentiert, die bei vielen sicher schon wieder in Vergessenheit geraten waren. Beeindruckend neben den grossen Erfolgen, die in der Presse verfolgt werden konnten, waren die Bereitschaft und der Wille der jungen Athleten, die vielen Stunden intensiven Trainings auf sich zu nehmen. Die drei Jahresberichte wurden von der Versammlung mit grossem Applaus genehmigt.

Vizepräsident Sandro Danioth tritt ab

Obwohl die Jahresrechnung mit einem kleinen Verlust abschloss, steht der Verein finanziell auf gesunden Füssen, wie Finanzchefin Ursina Portmann orientierte. Die Rechnung wurde von Rechnungsrevisor Columban Russi bestätigt und von den Klubmitgliedern mit grossem Applaus abgesegnet.

Für Diskussionen sorgte aber eine Neuerung des Dachverbands, denn Swiss-Ski erhöht ­ die Jahresbeiträge verschiede- ner Mitgliederkategorien um 10 Franken und zwingt damit die Klubs, die Erhöhung an die Mitglieder weiterzugeben. Der Vorstand beantragte der Versammlung daher eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge um 5 statt 10 Franken, um einer möglichen Austrittswelle vorzubeugen. Ehrenmitglied Bernhard Russi plädierte für eine vollständige Abwälzung der Kosten auf die Mitglieder, während Columban Russi für den Vorschlag des Vorstandes Partei ergriff. Schliesslich bevorzugten die Stimmberechtigten den Vorschlag von Bernhard Russi und honorierten damit die ausgezeichnete Arbeit der Vereinsführung und die Erfolge.

Was anderen Klubs Kopfzerbrechen bereitet, einen kompletten Vorstand zu präsentieren, scheint beim SC Gotthard Andermatt kein Problem zu sein. Für den abtretenden Vizepräsidenten Sandro Danioth liess sich der Präsident des Aline-Danioth-Fanclubs, Erich Tresch, in den Vorstand wählen. Und die abtre­tende Nordisch-Chefin Marina Zberg bleibt dem Vorstand als Ersatz der zurücktretenden Regula Zopp erhalten. Zur neuen Nordisch-Verantwortlichen wurde Josi Regli gewählt. Mit Applaus in ihren Ämtern bestätigt wurden auch Finanzchefin Ursina Portmann und Revisor Markus Regli.

Skiclub erhält neue Homepage

Die abtretenden Vorstandsmitglieder wurden für ihre grossartige Arbeit im Dienste des Urner Vorzeigeklubs mit einem Präsent beehrt. Nach den Sportlerehrungen (siehe Box) präsentierte der Vorsitzende das Programm für das kommende Vereinsjahr. In Planung ist auch eine neue Homepage.

 

Josef Mulle

redaktion@urnerzeitung.ch


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