Gotthard-Raststätte präsentiert neues Logo

ERSTFELD ⋅ In einem Jahr wird die Gotthard-Raststätte in Fahrtrichtung Süd nicht mehr wiederzuerkennen sein. An der gestrigen GV wurden den Aktionären erstmals Skizzen des Neubaus und die neue Markenwelt vorgestellt.
14. Juni 2017, 04:39

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Die Gotthard Raststätte A2 AG blickt auf ein solides Geschäftsjahr zurück: Mit einem Gesamtumsatz von 23,3 Millionen Franken verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,43 Millionen Franken. An der gestrigen GV in Altdorf wurden alle Anträge des Verwaltungsrates gutgeheissen, so auch die Verwendung des Bilanzgewinns von 4,41 Millionen Franken. Ausgeschüttet wird eine ordentliche Dividende von 13 Prozent (798200 Franken), insgesamt 3,6 Millionen Franken werden auf die neue Rechnung vorgetragen.

Selbst die Toiletten sollen überraschen

Neben dem Rückblick präsentierte der Verwaltungsrat an der GV auch erste Ausblicke auf die nahe Zukunft der Gotthard-Raststätte. So wird der 1980 erstellte Satellit in Fahrtrichtung Süd schon bald einem Neubau weichen. Wie dieser aussehen wird, wurde mit ersten Skizzen und Visualisierungen gezeigt. Geplant ist ein vierteiliges Gebäude, das von der Bauart her an einen Stall erinnert. «Die Gotthard-Raststätte soll die Raststätte werden, die alle überrascht», sagte Verwaltungsratspräsidentin Barbara Merz. So wird das Gebäude um 1,5 Meter angehoben, wodurch im Restaurant der Blick auf die Reuss und von der Terrasse gar der Gang auf den Damm möglich wird. Dort wartet dann eine Art Auenwald mit einem Boulderfelsen, Glocken- und Tunnelspielen auf kleine und grosse Entdecker.

Überraschen soll auch die Toi­lettenanlage im ersten Obergeschoss, wo einzelne WC-Kabinen so ausgerichtet sind, dass die Herren beim Händewaschen das Schächental, die Frauen die Reuss bewundern können. Daneben soll es weitere Dinge zum Entdecken geben: eine Plattform der Uri Tourismus AG mit einer Kugelbahn, ein Mobile mit der Geschichte von Tell sowie einen Fotospot, auf dem sich die Gäste beim «Tellsprung» fotografieren können.

Schlichtes Logo erinnert an einen Kompass

Dass sich die Gotthard-Raststätte von der Marke My Stop trennen wird, wurde bereits an der GV 2016 angekündigt. Gestern wurde der Entscheid auch augenfällig, als CEO Daniel Kaufmann die neue Markenwelt enthüllte: Das Logo besteht aus einer Art Kompass, der von Norden nach Süden zeigt und von einem G für Gotthard umkreist wird.

Der neue Schriftzug soll noch vor der Sommersaison die alten Logos ersetzen. Im September wird mit den Arbeiten am 13 Millionen Franken teuren Neubau gestartet. Danach werden die Besucher in Fahrtrichtung Süd während der Bauzeit von acht Monaten in einem Provisorium in Form eines Holzchalets bedient, bis der neue Satellit im Mai 2018 eröffnet werden soll.

Zum Schluss der GV wurde Peter Zgraggen nach 20-jähriger Tätigkeit im Verwaltungsrat verabschiedet. Als Ersatz wählten die 276 Aktionäre Stephan Marty, einen Exil-Urner aus Rothenburg LU, in den Verwaltungsrat. Für ihr 35-Jahr-Dienstjubiläum in der Gotthard-Raststätte wurde Annemarie Arnold mit Gratulationen der Verwaltungsratspräsidentin, einem Blumenstrauss und Applaus bedacht.


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