Sichere Stromversorgung für Riemenstalden

NETZSTABILITÄT ⋅ In rund einem Jahr Bauzeit hat die Elektrizitätswerk Altdorf AG die Freileitung zwischen Sisikon und Riemenstalden erneuert. Dies führt zu mehr Netzstabilität in einem exponierten Gebiet.
16. Juni 2017, 13:48

Seit der Einsegnung der Freileitung im Jahr 1951 haben zahlreiche Föhnstürme oder umgekippte Bäume in den 65 Betriebsjahren an den Leitungen im Riemenstaldnertal gerissen. Diese Leitungen wurden jetzt von der Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA) umfassend erneuert. Dafür investierte sie knapp eine Million Franken. Das schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. 

«Die bestehende rund drei Kilometer lange 15-kilovolt-Freileitung zwischen Sisikon und dem Dorf
Riemenstalden wurde auf einer Länge von rund 2‘550 m verkabelt, das heisst in den Boden verlegt», führt Andreas Bissig, Leiter Netz und Mitglied der Geschäftsleitung aus. «Eine Talquerung, bei der eine Verkabelung nicht möglich war, wurde mit einer 500 Meter langen Weitspannung mit zwei Stahlmasten realisiert. Zusätzlich haben wir zwei Trafostationen ersetzt.» Mit diesen Massnahmen kann der Einfluss von Stürmen und Schneelasten weitgehend ausgeschlossen werden.

Aus dem Riemenstaldnertal zweigt eine weitere Leitung Richtung Fronalpstock ab. «Dieser Leitungsabschnitt ist sehr exponiert», erklärt Roger Suter, Leiter Netzplanung. «Im Rahmen der Erneuerung haben wir den Leitungsabgang auf den Fronalpstock zusätzlich separat abgesichert. Eine Störung auf diesem Abschnitt beeinflusst die Leitung zwischen Sisikon und dem Dorf Riemenstalden nicht mehr. Dank der umfassenden Erneuerung der Leitung kann die Versorgungsqualität im ganzen Riemenstaldnertal wesentlich gesteigert werden».

Riemenstalden ist mit 83 Einwohnerinnen und Einwohnern die kleinste Gemeinde im Kanton Schwyz. 

pd/fmü


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