Sieben Jugendliche gefirmt

ERSTFELD ⋅ Zum ersten Mal wurden nicht mehr Schüler gefirmt, sondern Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren.
14. Juni 2017, 08:40

Am vergangenen Samstag empfingen in der Jagdmattkapelle in Erstfeld sieben Jugendliche das Sakrament der Firmung. Es war der erste Firmkurs mit Jugend­lichen ausserhalb der obligatorischen Schulzeit.

Warum lassen sich Jugend­liche mit 17 oder 18 Jahren überhaupt noch firmen? Die Firmlinge gaben die Antworten gleich selber, und sie fielen recht unterschiedlich aus, zum Beispiel: «Weil ich dann meine Schulkameraden wiedersehe.» «Damit ich Gott besser kennen lerne und meine Beziehung zu ihm stärken kann.» Oder: «Weil ich einmal kirchlich heiraten möchte.»

Firmlinge sammelten für Aktion «Denk an mich»

In mehreren Treffen haben sich die sieben jungen Frauen und Männer auf die Firmung vorbereitet, zunächst in der Schmiedewerkstatt bei René Kempf, in der alle ihren eigenen Kerzenständer fertigen konnten. Die dazugehörige Kerze wurde ebenfalls selber mit einem Motiv von Dora Gamma aus Bürglen gestaltet. Es folgten vier Kurseinheiten zu den Themen «Die Bibel – Quelle des Glaubens, «Jesus – wahrer Gott und wahrer Mensch», «Gott – die wahre Liebe» und «Kirche – der Leib Christi». Die Themen wurden zum Teil spielerisch, aber auch im Gespräch und im gegenseitigen Austausch erarbeitet.

Im Dezember nahm die Kursgruppe das Friedenslicht aus Beth­lehem in Luzern entgegen und transportierte es nach Erstfeld. Am Weihnachtsmarkt wurde das Licht verteilt, und die Aktion «Denk an mich» erhielt den Spendenerlös von 250 Franken.

Jugendliche treffen auf den Papst

Eine weitere Standaktion erfolgte Anfang Fastenzeit. Im Rahmen der Rosenaktion des Fastenopfers verkauften die Kursteilnehmer hundert Rosen für einen guten Zweck. Dabei konnten sie dem Fastenopfer mehr als 500 Franken überweisen.

Die Firmung stellt den Höhepunkt der langen Vorbereitung dar. Sie soll aber nicht den Abschluss eines Projektes bilden, sondern die Jugendlichen ermutigen, ihr Leben im Bewusstsein zu gestalten, vom Heiligen Geist geführt, von Jesus begleitet und von der kirchlichen Gemeinschaft getragen zu sein. Dies erläuterte Generalvikar Martin Kopp in seiner Predigt.

Ein weiteres Highlight folgt über Fronleichnam: Die Firmlinge reisen für vier Tage nach Rom. Auf dem Programm stehen – nebst dem Besichtigen der vielen Sehenswürdigkeiten – auch besinnliche Momente und die Teilnahme am sonntäglichen Angelus-Gebet mit Papst Franziskus.

 

Marcel Isenschmid

redaktion@urnerzeitung.ch


Leserkommentare

Anzeige: