Engländer vermacht dem Tell-Museum zwei wertvolle Bilder

TELL-MUSEUM ⋅ Der Maler Ernst Stückelberg malte die 1883 eingeweihte Tellskapelle aus. Dabei standen ihm auch unzählige Urner Modell. Das Tell-Museum besitzt eine bedeutende Sammlung dieser Vorstudien.
Aktualisiert: 
06.10.2017, 18:00
06. Oktober 2017, 13:34

Ernst Stückelberg (1831–1903) ist im Tell-Museum in Bürglen omnipräsent. Vom Kunstmaler besitzt das Museum eine bedeutende Sammlung. Der Basler war einer der populärsten Schweizer Maler seiner Zeit.

1877 hatte Stückelberg den Wettbewerb für die Ausschmückung der neuen Tellskapelle am Urnersee gewonnen. In der Folge richtete er im Meierturm in Bürglen vorübergehend sein Atelier ein und schuf dort verschiedenste Vorstudien für die Ausmalung der Tellskapelle. Dabei standen ihm viele Urnerinnen und Urner Modell. Bei den meisten Bildern ist sogar bekannt, wer darauf abgebildet ist. Zwischen 1878 und 1882 malte er schliesslich die vier Fresken der Tellskapelle in Sisikon. Diese wurde 1883 anstelle eines Vorgängerbaus eingeweiht. Die Gemälde gehören bis heute zu Stückelbergs bekanntesten Werken überhaupt.

Stückelberg war der Urgrossvater von Cotton

Seit dem vergangenen Samstag ist die Stückelberg-Sammlung des Tell-Museums in Bürglen um zwei aussergewöhnliche Originalbilder reicher, wie den Medien gestern mitgeteilt wurde. Stückelberg hatte sie 1878 gemalt – ebenfalls als Vorstudie für die Tellskapelle. Dazu standen ihm Catharina Muoser aus dem Riedertal und Barbara Scheiber-Planzer aus Schattdorf Modell. Bisher hingen die beiden Bilder in England. Sie gehörten Charles Cotton, dem Urenkel des Malers. Sein Bruder Michael und dessen Frau Thabbeth überreichten am vergangenen Samstag die beiden Originale dem Tell-Museum.

Paul Arnold vom Rat des Tell-Museums freute sich ausserordentlich über die wertvolle Schenkung. Er sprach den Gebrüdern Charles und Michael Cotton sowie dessen Frau Thabbeth seinen grössten Dank aus.

(eb)

Hinweis

Das Tell-Museum in Bürglen ist noch bis Mitte Oktober täglich offen – jeweils morgens von 10 bis 11.30 Uhr und nachmittags von 13.30 bis 17 Uhr. Im Winterhalbjahr wird der Museumsturm jeweils nur auf Anfrage ab 10 Personen geöffnet.


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