Urserntaler Tourismus ist weiter im Aufschwung

STUDIE ⋅ Im Urserntal zeigen die Entwicklungen im Tourismus erneut nach oben. Die Zahl der Übernachtungen, die Anzahl der Beschäftigten und die Zahl der Hotelbetten konnten gegenüber 2016 weiter gesteigert werden.
10. November 2017, 09:04

Die Marke ist geknackt: Im Jahr 2016 wurden in Andermatt, Realp und Hospental erstmals über 100000 Übernachtungen verzeichnet. Das entspricht einem starken Anstieg, wie die Urner Kantonalbank nun mitgeteilt hat.

Die Region verfügt zudem über mehr Hotelbetten. In Andermatt ist auch die Zahl der Beschäftigten weiterhin gestiegen. Ebenfalls leicht zulegen konnte die Zahl der «Skierdays» in der Skiarena Andermatt-Sedrun, unter anderem dank der neuen Sechser-Sesselbahn am Oberalppass sowie dem Einsatz der Beschneiungsanlagen.

Der Ausbau der Skiarena Andermatt-Sedrun geht weiter voran. Zum Start der Wintersaison 2017/18 entstehen drei neue Anlagen. Im Sommer 2018 wird die Eröffnung des Vier-Sterne-Hotels «Radisson Blu» erwartet. «Es bleibt somit weiterhin spannend, wie die weiteren Ausbauten in Tourismusresort und Skigebiet die Wirtschaft im Urserntal beeinflussen», so die UKB.

Bevölkerungszahl und Steuereinnahmen sinken

Die Bevölkerungszahl in Andermatt ist 2016 leicht zurückgegangen. Dies hängt damit zusammen, dass Personen, die am Bau der Hotels und Apartmenthäuser beteiligt waren, weggezogen sind, genau so wie einzelne Familien. Auch die Steuereinnahmen gingen – nach Wegfall von Sondereffekten aus dem Jahr 2015 – leicht zurück. Eine Konsolidierung nimmt man auch am Tourist Info wahr. Dort gingen leicht weniger Anfragen als im vergangenen Jahr ein. Alle drei Indikatoren bewegen sich jedoch deutlich über dem Niveau von vor rund 10 Jahren.

Zum dritten Mal publiziert die UKB die Studie «Wirtschaftliche Entwicklung im Urserntal». Christoph Bugnon, Vorsitzender der Geschäftsleitung: «Es freut uns zu sehen, dass die Region im Vergleich zu vor rund 10 Jahren deutlich gewachsen ist, auch wenn in mancher Hinsicht im vergangenen Jahr eine kleine ‹Verschnaufpause› eingelegt wurde. Wichtig für uns ist auch, dass die neuesten Zahlen auf eine leichte Entspannung bei den Immobilienpreisen hindeuten.»

Zahlen sollen dem Vergleich standhalten

Bei der Erhebung der Daten setzen die Studienverfasser auf einen Methodenmix, in dem statistische Daten von Gemeinden, Kanton und Bund und einer kleinen Umfrage bei Betrieben vor Ort einander gegenüberstehen. Weitere Recherchen dienen der Interpretation der erhobenen Resultate. Die Zahlen werden so aufbereitet, dass sich die Indikatoren besser untereinander oder mit der schweizerischen Entwicklung vergleichen lassen. Die Studie erscheint jährlich.

red


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