Trainergrössen tauschen sich aus

SEELISBERG ⋅ Vergangenes Wochenende trafen sich die beiden Fussballtrainer Dany Ryser und Heinz Moser in Seelisberg. Vom Erfahrungsaustausch profitiert auch der nationale Verband.
15. Juli 2017, 08:21

Christoph Näpflin

redaktion@urnerzeitung.ch

Der Erfolg einer Fussballmannschaft hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer der wichtigsten ist das Training. Deshalb setzt der Schweizerische Fussballverband auf eine fundierte Trainerausbildung. Zwei Schweizer Trainergrössen haben sich nun zu einem kollegialen Treffen zusammengefunden – und zwar in Seelisberg. Dass ausgerechnet der Urner Touristenort ausgewählt wurde, hat unter anderem mit den Verbindungen von Hotelier Erich Amstad zu tun.

Mit dabei war auch der 60-jährige Dany Ryser, der auf eine grosse Erfahrung zurückgreifen kann. Er hatte sich seit 1997 beim Schweizerischen Fussballverband für die Trainerausbildung eingesetzt und später das Ressort Auswahlen acht Jahre betreut. Mit dem Sieg der U17-Nationalmannschaft am 15. November 2009 in Nigeria hat Ryser schweizerische Fussballgeschichte geschrieben.

Mit diesem historischen Sieg hat er der Schweiz auch gezeigt, dass die von ihm mitentwickelte Ausbildungsphilosophie erfolgreich sein kann. 2015 hat er sich frühzeitig pensionieren lassen. Er ist aber weiterhin Vertreter des SFV im Jira-Panel der Uefa, welches sich um die Überwachung der Trainerausbildung in Europa kümmert.

Die Schweiz arbeitet effizient

Heinz Moser, mit Urner Wurzeln, ist aktueller U21-Trainer beim Schweizerischen Fussballverband und betreut das Ressort Auswahlmannschaften, das früher Dany Ryser innehatte. «Bei unseren regelmässigen Treffen kann ich von der grossen Erfahrung von Dany Ryser profitieren und ihn gleichzeitig über unsere Arbeit ins Bild setzen», sagt Heinz Moser. Dany Ryser ist noch immer im Auftrag von Fifa und Uefa als Technischer Beobachter an verschiedenen Spielen und Turnieren mit dabei, so unter anderem auch an den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien.

Dadurch kann er auch wertvolle Erfahrungen aus dem Ausland einbringen. «Es gibt zwar Länder, welche mehr Finanzen und Ressourcen in die Ausbildung stecken können als die Schweiz», so Ryser. «Aber die Schweiz nützt die Möglichkeiten so effizient aus wie kaum ein anderes Land.»

Die verschiedenen Anfragen aus dem Ausland, wo man sich für das Ausbildungssystem der Schweiz interessiert, geben ihm Recht. «Die Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren einen guten Ruf bei der Trainerausbildung und Nachwuchsförderung erarbeitet, dies wollen wir auch in Zukunft so beibehalten», erklärt Heinz Moser.


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