Urner Regierung will Charta zu Lohngleichheit unterzeichnen

ALTDORF ⋅ Die Urner Regierung macht sich für die Lohngleichheit von Mann und Frau im öffentlichen Sektor stark. Sie will eine Charta unterzeichnen und empfiehlt dem Parlament, eine entsprechende parlamentarische Empfehlung zu überweisen.
07. Februar 2018, 12:58

Der Regierungsrat begrüsse die Lohncharta des Bundes und möchte diese unterschreiben, teilte die Regierung am Mittwoch mit. Die Charta, die Bundesrat Alain Berset im September 2016 lancierte, will, dass die öffentliche Hand Frauen und Männern für gleichwertige Arbeit gleiche Löhne zahlt.

Bereits unterzeichnet haben neben dem Bund die Kantone Bern, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, Tessin, Waadt, Wallis und Zürich. In Ob- und Nidwalden sind zudem Postulate hängig, die eine Unterzeichnung der Charta verlangen.

Mit der Unterzeichnung wolle der Urner Regierungsrat den Kanton als attraktiven Arbeitsort positionieren. Die in der Lohncharta enthaltenen Verpflichtungen bedeuteten einen Zusatzaufwand. Dieser soll auf die vorhandenen Personalressourcen abgestimmt werden.

Die Charta verfolgt fünf Anliegen: Die Unterzeichnenden sensibilisieren für das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann (GlG), sie überprüfen die Einhaltung der Lohngleichheit bei sich regelmässig und fördern die Überprüfung bei ihnen nahestehenden Körperschaften. Weiter halten sie die Lohngleichheit auch bei öffentlichen Beschaffungen und Subventionen ein und informieren schliesslich über die konkreten Ergebnisse ihres Engagements. (sda)


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