Urner Skulpturen werden in Korea ausgestellt

ISENTHAL ⋅ Peter Bissig verfolgt einen unverwechselbaren Stil. Nun werden seine Werke an der internationalen Craft Biennale in Cheongju gezeigt.
15. September 2017, 08:51

Die Craft Biennale in Cheonju in Südkorea zieht Besucher aus ganz Ostasien an. Jährlich werden an der internationalen Handwerksausstellung, die es seit 1999 gibt, rund 500000 Gäste gezählt. Auch die Schweiz ist an der soeben eröffneten Messe mit einem 400 Quadratmeter grossen Stand vertreten. Gezeigt werden hochwertige Exponate von 52 Kunsthandwerkern. Bei der Auswahl sei viel Wert auf die Vielfalt des Schweizer Handwerks gelegt worden, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Schweiz präsentiert Produkte aus Metall, Keramik, Glas, Textilien, Leder, Papier – und Holz.

Unter den Ausstellern befindet sich auch ein Werk des ­Isen­thalers Peter Bissig. Seine schmalen Holzfiguren sind unverkennbar. So kann denn der Holzbildhauer auch von der Kunst leben. «90 Prozent meiner Kunden wollen diese Art Figuren haben», erzählt Bissig. «Für mich ist es interessant, zu sehen, wo es sie überall hintreibt.» So stünden schon einige seiner Skulpturen in den USA. «Korea ist aber bisher sicher der fernste Standort.» Dementsprechend lange dauerte der aufwendige Transport. «Vor drei Monaten ist meine Skulptur auf ein Schiff geladen worden. Vor zwei Wochen kam der Container in Korea an», erzählt er. Bissig hat sich im Rahmen einer Ausschreibung mit seiner Figur für die Biennale beworben. «Es macht mich natürlich stolz, dass meine Figur ausgewählt wurde. Und es ist eine sehr gute Referenz für meine Arbeit.»

Brücken schlagen zwischen Tradition und Zukunft

Die Schweiz will sich an der Ausstellung in Korea als Brückenbauerin zwischen Tradition und Zukunft präsentieren. Der Pavillon trägt den Titel «The Future of Craft», die Zukunft des Handwerks. Die Ausstellung zeigt, dass auch in einem kleinen, wohlhabenden Land eine Reichhaltigkeit an Materialien und deren Verarbeitung wichtig für die innovative Weiterentwicklung ist. «Schönheit und Qualität in einer grossen Diversität zu produzieren, ist der Weg in die Zukunft», heisst es in der Mitteilung.

Angesiedelt ist der Schweizer Pavillon neben jenen von Japan, Finnland, England, Italien, Deutschland, der Mongolei und Korea selber. Die 52 teilnehmenden Kunsthandwerkschaffenden stammen aus der ganzen Schweiz. Mit dabei sind auch drei Schulen, die Arbeiten ihrer Studenten präsentieren. Es sind dies das Centre de Formation Professionnelle Arts, Genève, das Centre d’enseignement professionnel, Vevey, sowie die Schule für Gestaltung, Bern und Biel. (zf)

Hinweis

Infos zum Schweizer Pavillon unter www.pavilion-swiss.org.


Leserkommentare

Anzeige: