Schnelleres Internet für sechs Gemeinden

REGION ⋅ In Muri, Buttwil, Geltwil, Aristau, Merenschwand und Mühlau gibt es bald Glasfasertechnologien. Im Bezirkshauptort beginnen die Arbeiten schon im Juli.
13. April 2017, 08:22

Die Swisscom baut in Muri ein Ultrabreitband. Auch die Gemeinden Buttwil, Geltwil, Aristau, Merenschwand und Mühlau erhalten schnelleres Internet und Zugang zum modernsten Netz der Schweiz. In Muri werden laut einer Mitteilung der Gemeinde schon ab Oktober erste Einwohner von «ultraschnellem» Internet profitieren können. Für die angrenzenden Gemeinden ist die bessere Internetverbindung für 2018 vorgesehen. Die Swisscom hat es sich laut Mediensprecherin Annina Merk zum Ziel gesetzt, bis Ende 2021 in jeder Schweizer Gemeinde Glasfasertechnologien zu verbauen. So kommen jährlich rund 300 Gemeinden in der ganzen Schweiz in den Genuss einer modernen und leistungsstarken Telekommunikationsinfrastruktur.

Aber ist das im Oberfreiamt auch nötig? Erich Probst, dem Gemeindeschreiber der Gemeinde Muri, zufolge schon. Denn: «Zum Teil laufen heutzutage mehrere TV-Programme oder PCs pro Einfamilienhaus gleichzeitig. Das kann zu Bild- und Tonstörungen oder gar zu ein­gefrorenen Bildern führen», schreibt er auf Anfrage. Auch die Swisscom weiss, dass unter anderem vielfältige Streaming-Angebote, Videos in HD-Qualität und neue Cloud-Dienste mehr Daten mit höheren Bandbreiten benötigen. Um diese Probleme zu beheben, wird Muri in zwei Etappen mit neuer Glasfasertechnik (FTTS und FTTB) erschlossen. Die erste soll bereits im Juli beginnen.

Die Bauarbeiten werden in allen Gemeinden etwa gleich vonstatten gehen: In der ersten Etappe werden Werklöcher aufgegraben und umgebaut, damit die Kabel für die zukünftige Breitbandverbindung eingezogen werden können. Zudem werden Mini-Quartierverteiler in den Schächten verbaut, die durch die Glasfasern mit der Zentrale verbunden werden.

20-mal schnellere Datenübertragung

Die Glasfasern werden bis rund 200 Meter vor die Gebäude gebaut. Grössere Liegenschaften werden sogar bis ins Gebäude erschlossen. Für die restliche Strecke bis in die Wohnungen und Geschäfte kommt das bereits bestehende Kupferkabel zum Einsatz. Diese Technologien ermöglichen ultraschnelles Internet mit bis zu 500 Mbit/s. Dies ist laut dem Murianer Gemeindeschreiber Probst 20-mal schneller als bisher. Für zukünftige Anforderungen seien die Anschlüsse somit ebenfalls bestens gerüstet.

Chantal Gisler

chantal.gisler@zugerzeitung.ch


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