Aus Psychiatriekonkordat wird Aktiengesellschaft

ZUG ⋅ Künftig werden die ambulanten psychiatrischen Dienste der Kantone Zug, Schwyz und Uri unter einem gemeinsamen Dach angeboten. Dazu wurde nun die gemeinnützige Triaplus AG gegründet.
12. September 2017, 04:39

Das Psychiatriekonkordat der Kantone Zug, Schwyz und Uri ist einen entscheidenden Schritt weiter. Gestern wurden in der Zuger Altstadthalle von den drei Kantonen die Triaplus AG gegründet und der Verwaltungsrat bestimmt. Der von den drei Kantonsregierungen vorgeschlagene Verwaltungsrat wurde offiziell durch die Gründungsversammlung gewählt. Beim Gründungsakt in der Altstadthalle in Zug waren die Konkordatskantone durch Frau Landesstatthalter Barbara Bär, Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin des Kantons Uri, Regierungsrätin Petra Steimen, Vorsteherin des Departements des Innern des Kantons Schwyz, und Regierungsrat Martin Pfister, Gesundheits­direktor des Kantons Zug vertreten. Als erste Verwaltungsratspräsidentin der gemeinnützigen Aktiengesellschaft amtet Christina Brunnschweiler aus Kilchberg. Sie ist eine fachlich bestens ausgewiesene Persönlichkeit, welche aufgrund ihrer Funktion als CEO der Spitex Zürich Limmat mit rund 950 Mitarbeitenden über umfangreiche Erfahrung in der Führung komplexer Organisationen verfügt und als Verwaltungsrätin verschiedener Organisationen im Gesundheitswesen auch mit der Verwaltungsratstätigkeit vertraut ist.

Wei­ter gehören dem Verwaltungsrat PD Dr. med. Gerhard Dammann aus Tägerwilen, Daniel Grunder aus Neuheim, Paul Lalli aus Brunnen und Dr. Alphons Beat Schnyder aus Zürich, an. «Mit dem heutigen Grün­dungsakt und der offiziellen Wahl des Verwaltungsrates bekommt die integrierte Psychiatrie in den drei Konkordatskantonen ein Gesicht», so die Urner Frau Landesstatthalter Barbara Bär. Geleitet wird die Triaplus AG von Patrik Hochstrasser, Paul Lalli, Daniel Mohr, Susanne Wenger, Regula Blattmann, Tom Leeners, Gaëtan Schmied, Patrik Benz und Angelika Toman.

Übertragen auf gemeinsame Betriebsgesellschaft

Am 1. Juli dieses Jahres ist das neue Psychiatriekonkordat in Kraft getreten. Damit haben die Kantone Uri, Schwyz und Zug die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um ihrer Bevölkerung eine inte­grierte psychiatrische Versorgung anbieten zu können. Zur Förderung und Stärkung der integrier­ten Versorgung werden die Psychiatrische Klinik Zugersee, die ambulanten Psychiatrischen Dienste des Kantons Zug, der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst Schwyz, der Sozialpsychiatrische Dienst des Kantons Schwyz und der Sozialpsychiatrische Dienst Uri ab dem 1.­ Januar 2018 in einer Betriebsgesellschaft mit dem Namen Triaplus AG zusammengefasst.

Die Psychiatrische Klinik Zugersee und die ambulanten psychiatrischen Dienste der drei Kantone werden am 31. Dezember von ihren Trägerschaften auf die Triaplus AG übertragen. «Mit der Gründung der Triaplus AG haben wir einen wichtigen Schritt zur Etablierung einer inte­grierten Versorgung über die Institutions- und Kantonsgrenzen hinweg getan», erklärt der Zuger Regierungsrat und Präsident des Konkordats­rates, Martin Pfister. (red)


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