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Fremdsprachen: Der Druck steigt

ZENTRALSCHWEIZ ⋅ Zwei Fremdsprachen in der Primarschule – dieses Modell gerät zunehmend ins Wanken. Drei der sechs Zentralschweizer Bildungsdirektoren stehen unter Zugzwang

Gezielt wird vor allem auf das Frühfranzösisch. Aus Sicht von vielen Lehrern und Eltern überfordert dieses –nebst dem Frühenglisch – die Kinder. Nur noch eine statt zwei Fremdsprachen in der Primarschule: Im Kanton Nidwalden soll in diesen Tagen eine Volksinitiative mit diesen Ziel lanciert werden. Gleich läuft es auch im Kanton Luzern, wo das Anliegen vom Lehrerverband massgeblich mitgetragen wird. Und auch in Zug muss sich der Bildungsdirektor nun unbequemen Fragen der Parlamentarier stellen.

Der Druck auf die Fremdsprachen in der Primarschule steigt also weiter. Für Beat W. Zemp, Präsident des Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, ist klar, dass ein «erheblicher Teil» der Primarschüler derzeit mit zwei Fremdsprachen überfordert ist. Auch darum sagt er: «Das Urner Modell ist eine interessante Variante, die prüfenswert ist.» Im Kanton Uri kann die zweite Fremdsprache freiwillig gewählt werden.

Luzerner Lehrer: «Druck aufrecht halten»

Der Luzerner Lehrerverband will die Debatte mit einer Initiative bis Bundesbern tragen. Der nationale Verband will vorerst darauf drängen, bis 2015/16 die grundsätzlichen Bedingungen für den Primar-Fremdsprachenunterricht zu verbessern, sprich: mehr Lektionen einzuführen. Annamarie Bürkli, Präsidentin des Luzerner Lehrerverbandes, kann das Vorgehen nachvollziehen: «Trotzdem ist es wichtig, den Druck auf die Erziehungsdirektoren aufrecht zu erhalten.»

 

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Leserkommentare (4)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 13.02.2014 15:08

    Fremdsprachen sind wichtig; noch wichtiger wäre die Kinder nicht zu früh zu überfordern und somit die Motivation zu nehmen. Für die Primar reicht eine Fremdsprache völlig, ab der Oberstufe darfs dann eine Zweite sein.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 12.02.2014 10:57

    Ich bin der Meinung es wäre besser Englisch in der Primar und Französisch erst in der Oberstufe zu lernen. Damit könnten die Anzahl Lektionen den Lernmitteln angepasst werden und man müsste nicht einzelne Units weglassen oder gar das zu lernende Vogabulaire kürzen.
    Die Zeit um die beiden Frendsprachen zu lernen ist, zumindest bei unseren zwei Kindern, imens. Manchmal hat man schon das Gefühl nur noch am Vogi büffeln zu sein.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 12.02.2014 09:45

    ich denke fremdsprachen werden immer wichtiger, besonders welche aus dem osten - irgendwie muss man sich ja in der schweiz verständigen können, da reicht D/F/I/E leider nicht...

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 12.02.2014 08:01

    In der Sek Fremdsprachen lernen reicht völlig aus!
    Lernt zuerst mal richtig Deutsch!

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