Herdenschutz dank Schaf-Tracker auf dem Smartphone

ZENTRALSCHWEIZ ⋅ Die Digitalisierung findet Einzug auf der Alp. Dank vier Unternehmen aus dem Kanton Schwyz können nun einzelne Schafe mit dem «Alptracker» beobachtet werden. Ein Feldtest beginnt in diesen Tagen im Kanton Uri.

Aktualisiert: 
14.09.2016, 19:00

Eine mögliche Methode, um die Schafe vor dem Wolf zu schützen, wird gerade im Kanton Uri getestet. Wie das digitale Herdenschutz-System funktioniert, sehen Sie in diesem Video. (Tele 1, 14.09.2016)

Beim Feldversuch in Uri soll die Herdenüberwachung an einer Schafherde getestet werden. Die Nutztiere sind häufig durch Wildtiere, Wetter aber auch den Menschen gefährdet. Deshalb haben vier Unternehmen aus dem Kanton Schwyz im vergangen halben Jahr ihre Kräfte gebündelt und eine Lösung für den digitalen Herdenschutz realisiert.

Die «Alptracker»-Lösung dokumentiert den Aufenthaltsort und das Bewegungsverhalten der einzelnen Schafe und stellt dem Schäfer alle Informationen auf seinem Computer oder auch Smart Phone dar, schreibt «zentralschweiz innovativ» in einer Medienmitteilung.

Bei untypischem Verhalten von einzelnen Schafen oder auch der gesamten Herde wird der Schäfer automatisch alarmiert und mit den Informationen zur Position der Tiere und deren Bewegungsverhalten versorgt, so dass der Schäfer rasch reagieren kann. Zusätzlich soll es in Zukunft die Möglichkeit geben, über einen virtuellen Zaun die Tiere innerhalb eines definierten Gebiets zu halten.

Förderungsprogramm

«zentralschweiz innovativ» mit Sitz in Horw ist das gemeinsame Programm der sechs Zentralschweizer Kantone zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen. InnovationsTransfer Zentralschweiz (ITZ) ist mit dessen Umsetzung beauftragt. Mit dem Programm werden kleine und mittlere Unternehmen ab 1. Januar 2016 bei der Realisierung ihrer innovativen Ideen und Projekte unterstützt. Neu wird viermal jährlich die beste Idee mit einem Beitrag von 15‘000 Franken unterstützt.

pd/zfo


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