Wechsel an der Spitze der «Neuen Luzerner Zeitung»

LUZERN ⋅ Die «Neue Luzerner Zeitung» und ihre Regionalausgaben erhalten mit Pascal Hollenstein einen Leiter Publizistik. Chefredaktor Thomas Bornhauser tritt von seiner Funktion zurück.

Pascal Hollenstein, derzeit stellvertretender Chefredaktor der «NZZ am Sonntag», soll die neu geschaffene Position des Leiters Publizistik der NZZ-Regionalmedien übernehmen, wie die NZZ-Mediengruppe in einer Mitteilung bekanntgab. In dieser Funktion soll er den Regionalzeitungsverbund als anspruchsvolle publizistische Stimme in der Zentral- und Ostschweiz positionieren und weiterentwickeln.

«Thomas Bornhauser und Philipp Landmark haben sich im Zuge der Neuorganisation entschieden, von ihren Aufgaben als Chefredaktoren der ‹Neuen Luzerner Zeitung› beziehungsweise des ‹St. Galler Tagblatts› zurückzutreten», heisst es in der Mitteilung weiter. Ihre Nachfolge sei noch zu bestimmen.

Thomas Bornhauser war von 1993 bis 1995 Chefredaktor der «Luzerner Zeitung» und leitete seit deren Fusion mit den «Luzerner Neusten Nachrichten» 1996 die «Neue Luzerner Zeitung» und deren Regionalausgaben. Ein Datum für die Ablösung stehe noch nicht fest, sagte eine NZZ-Sprecherin auf Anfrage. In einer Übergangsphase leitet er vorerst die Geschäfte als Chefredaktor weiter und steht danach weiter als Autor für die «Neue Luzerner Zeitung» zur Verfügung. Philipp Landmark hat sich entschieden, das «Tagblatt» zu verlassen.

Nachfolger konzentrieren sich auf die regionalen Ressorts

Die zukünftigen Chefredaktoren des «St. Galler Tagblatts» und der «Neuen Luzerner Zeitung» konzentrieren sich auf die Leitung der regionalen Ressorts und werden Pascal Hollenstein unterstellt sein. Die Regionalzeitungen «Thurgauer Zeitung» und «Neue Zuger Zeitung» erhalten mehr Gewicht. In der neuen publizistischen Führungsstruktur rapportieren deren Chefredaktoren David Angst und Harry Ziegler direkt an den Leiter Publizistik.

Pascal Hollenstein soll in einer ersten Phase schwerpunktmässig die überregionalen Ressorts sowie die Zusammenarbeitsprojekte zwischen den Redaktionen in der Zentral- und Ostschweiz leiten. Dazu gehören die Einführung des einheitlichen Redaktionssystems Woodwing und des gemeinsamen Layouts mit jeweils unterschiedlichem Markenauftritt.

Pascal Hollenstein ist 1971 geboren und im Thurgau aufgewachsen. An der Universität Zürich studierte er Geschichte, Politikwissenschaft, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Er begann seine journalistische Karriere als Redaktor bei «Radio Thurgau» und der «Thurgauer Zeitung», übernahm später verschiedene Engagements im Bereich Corporate Publishing und als Historiker bei einer Versicherungsgesellschaft, bevor er als Wirtschaftsredaktor zur «Sonntagszeitung» wechselte. 2002 gehörte er zum Gründungsteam der «NZZ am Sonntag», wo er 2011 zum Ressortleiter Schweiz und zum stellvertretenden Chefredaktor befördert wurde.

Ende 2014 hat die NZZ-Mediengruppe die Tagblatt Medien und die LZ Medien unter einheitlicher Leitung im Geschäftsbereich Regionalmedien zusammengeschlossen. Ziel der gemeinsamen Organisation ist es, im Überregionalen, bei der Lesermarktbearbeitung und in der Verwaltung vermehrt zusammenzuarbeiten und in der lokalen und regionalen Berichterstattung das Eigenständige zu stärken. Vor diesem Hintergrund soll Pascal Hollenstein in diesem Frühling seine neue Funktion als Leiter Publizistik der NZZ-Regionalmedien antreten.

pd/bac


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