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Zentralschweiz: Nur wenige Sirenen blieben stumm

TEST ⋅ Auf die Sirenen in der Zentralschweiz ist Verlass. Das zeigen erste Auswertungen. Nur wenige Sirenen versagten.

Im Kanton Luzern wurden 168 von 172 stationären Anlagen getestet. 14 Sirenen konnten nur manuell ausgelöst werden, da zurzeit Umbauarbeiten für die neue Sirenenfernsteuerung stattfinden. Insgesamt sei der Test erfolgreich verlaufen, schreibt die Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug in einer Mitteilung.

Alte Sirenen mit Fehlern

Eine Sirene konnte nicht ausgelöst werden. Sie ist wegen Umbauarbeiten am Gebäude ausser Betrieb. Störunganfällig waren vorallem die 20-25-jährigen mobilen Sirenen. So sind von 129 Sirenen 6 ausgefallen, was einer Einsatzbereitschaft von 95 Prozent gleichkommt. Die Gemeinden sind daran, die defekten Geräte zu ersetzen.

Im Kanton Zug haben 96 Prozent der stationären und 100 Prozent der mobilen Sirenen für den Allgemeinen Alarm störungsfrei funktioniert, wie die Sicherheitsdirektion mitteilt.

Insgesamt wurden im Kanton Zug 47 stationäre und 24 mobile Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet. Das vorläufige Resultat entspricht denjenigen der letzten Jahre, heisst es weiter.

Im Kanton Nidwalden funktionierten sämtliche 8 Sirenen für den Wasseralarm und 40 Sirenen für den allgemeinen Alarm, wie das Amt für Militär und Bevölkerungsschutz auf Anfrage sagte.

Ebenfalls zufrieden ist die Dienststelle Zivilschutz des Kantons Obwalden. Alle 23 Sirenen liefen einwandfrei. Die Sirenen seien automatisch wie auch manuell vor Ort ausgelöst worden. Der Zivilschutz überprüfte zusätzlich die Notstromsituation des Antennennetzes der Obwaldner Blaulichtorganisationen. Um den Betrieb der Sendestationen sicherzustellen, wurde erstmals die Inbetriebnahme der Notstromversorgung simuliert. Die Ergebnisse des Wiederholungskurses könnten sich sehen lassen, heisst es in einer Mitteilung. Die Übung zeige, dass die Sendestationen im Durchschnitt innerhalb einer Stunde mit Notstrom versorgt werden können. Dies sei sehr positiv und habe aufgezeigt, dass die eingespielte Mannschaft der Zivilschutzorganisation Obwalden stets für den Ernstfall gerüstet sei.

Das Ergebnis im Kanton Uri darf laut der Sicherheitsdirektion als «sehr gut» bewertet werden. 42 von 43 stationären Sirenen sowie 16 von 18 mobilen Sirenen funktionierten. Beim Wasseralarm funktionierten alle 25 Sirenen fehlerfrei. Der Wasseralarm sei um 14.15 Uhr im Werkhof Flüelen sowie um 14.50 Uhr im Kraftwerk Göschenen ausgelöst worden.

Schweizweit wurden am heutigen Mittwoch 5000 stationäre und 2800 mobile Sirenen getestet. 98 Prozent der Sirenen funktionierten einwandfrei.

Der Wasseralarm bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung unterhalb einer Stauanlage besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, das gefährdete Gebiet sofort zu verlassen. (Alarm Schweiz, 04.02.2015)

Wenn der Allgemeine Alarm ausserhalb eines angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren. (Alarm Schweiz, 04.02.2015)

Was tun bei Sirenenalarm?

  • Radio hören
  • Anweisungen der Behörden befolgen
  • Nachbarn informieren

Wenn der «Allgemeine Alarm» ausserhalb eines angekündigten Sirenentests ertönt, bedeutet dies, dass eine Gefährdung der Bevölkerung möglich ist. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, Radio zu hören, die Anweisungen der Behörden zu befolgen und die Nachbarn zu informieren. Der «Wasseralarm» bedeutet, dass eine unmittelbare Gefährdung unterhalb einer Stauanlage besteht. In diesem Fall ist die Bevölkerung aufgefordert, das gefährdete Gebiet sofort zu verlassen. Mit Merkblättern wird die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten bereits vorgängig über den Wasseralarm allgemein und besonders über die vor Ort gegebenen Fluchtmöglichkeiten informiert.

Wissen Sie was bei einem Sirenenalarm oder in einer Notsituation zu tun ist? Falls nicht, sehen Sie sich dieses Video an. (Alarm Schweiz, 04.02.2015)

rem

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