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Über 700 Bauernhöfen droht das Aus

Landwirte, die künftig Direktzahlungen beziehen wollen, müssen effizienter arbeiten. Viele von ihnen sehen schwarz.

Allein im Kanton Luzern gibt es über 1500 Kleinbauernhöfe, die heute von Direktzahlungen profitieren. Es handelt sich dabei um Betriebe, deren Fläche kleiner ist als zehn Hektaren. Kommt die bundesrätliche Botschaft zur Agrarpolitik 2014 bis 2017 in der Praxis zum Tragen, dürften es aber in Zukunft deutlich weniger sein. Ein Agrar-Experte geht davon aus, dass allein im Kanton Luzern bis zu 400 Kleinbauernhöfe verschwinden könnten. In den Kantonen Uri, Schwyz, Zug, Ob- und Nidwalden kommen mutmasslich nochmals 340 hinzu.

Wer nicht Gas gibt, geht leer aus

Zum grossen Bauernsterben kommt es, wenn sich die Landwirte nicht zügig und erfolgreich an die neuen Rahmenbedingungen anpassen. Der Bund verlangt von den Landwirten künftig mehr Effizienz. Ein Fachmann aber warnt: «Kleinbauern können nicht oder nur bedingt von den technischen Verbesserungen und der damit einhergehenden Effizienzsteigerung profitieren.» Die Kleinbauern selber können mit den Plänen des Bundesrates nichts anfangen. Sie fürchten um ihre Existenz.

eer.

Der Entscheid des Bundesrates

Die Schweizer Landwirtschaft soll effizienter und wettbewerbsfähiger werden. Dies liess der Bundesrat Anfang Februar in seiner Botschaft zur Agrarpolitik 2014–2017 verlauten. Gefordert seien insbesondere gezieltere Leistungen, erklärte Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Deshalb wolle der Bundesrat mit einem neuen Direkt zahlungssystem entsprechende Anreize schaffen. Das Tierwohl sowie der Umwelt- und der Landschaftsschutz sollen künftig mehr Gewicht erhalten. Für die Bauern wird es sich in Zukunft zum Beispiel auszahlen, wenn sie ihren Tieren mehr Auslauf gewähren. Für den Zeitraum 2014 bis 2017 rechnet der Bundesrat mit Kosten für die Direktzahlungen im Umfang von 13,6 Milliarden Franken.

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Leserkommentare (2)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 29.02.2012 18:01

    Jedes Jahr gehen Agrarbetriebe ein- Aber die Subventionen von ca. 6 Mrd. (3 Mrd direkt und 3 Mrd über den Preis) bleiben konstant. Wie geht das weiter? Wer ist der letzte Bauer, der schliesslich im Jahr 6 Mrd. Franken kassiert?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 26.02.2012 09:24

    So bedauerlich es für den Einzelnen ist,
    die reale Marktwirtschaft wird in Zukunft
    infolge Globalisierung noch viel härter
    auf die landwirtschaftlichen Betriebe einwirken.Anstatt das Kleinlandwirte Güterzusammmenlegungen vollzogen
    hängte man sich lieber an den staatlich
    verhätschelten Subventionstopf.Irgendwie menschlich-aber contraproduktiv.Hier haben die Lobbysten im Bundesparlament

    eine grosse Mitschuld..seit Generationen.Heute sieht man,dass genau
    dieser pol.Klüngel die Totengräber der
    Kleinbauern wurden.In fast all anderen
    Wirtschaftszweigen ist man längstens teils,gezwungenermassen,durch die Oeffnung des Weltmarktes i.d.Neuzeit
    angekommen,und dies für Zehntausende
    mit noch viel gravierenden Folgen.Von ihnen spricht ungerechterweise fast
    niemand-logisch diesen fehlt die Lobby.
    Eine Gesundschrumpfung ist ,incl. dem teils maroden Gastgewerbe ein MUSS
    um den Nachkommen eine reele Existenz zu
    ermöglich.

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