Keine politische Einmischung in SBB-Pläne in der Zentralschweiz

BERN/LUZERN ⋅ Der Bundesrat wird keinen Einfluss bei der SBB nehmen müssen, um die Verkehrsanbindung von Luzern wieder zu verbessern und die Direktverbindungen in den Süden zu erhöhen. Ein Vorstoss mit dieser Forderung hat der Nationalrat abgelehnt. Damit ist das Anliegen vom Tisch.
13. Juni 2017, 12:24

Die Luzerner CVP-Nationalrätin Andrea Gmür bat den Bundesrat in einer Motion, bei der SBB vorstellig zu werden, damit die Zentralschweiz nicht vom (inter-)nationalen Bahnverkehrssystem abgehängt werde. Sie argumentierte mit dem neuen Fahrplan, der seit der Eröffnung des Neat-Basistunnels gilt.

Demnach gibt es keine Schnellzüge von Luzern nach Locarno mehr, und auch die Direktverbindungen nach Lugano wurden reduziert. Ferner gibt es nur noch einen Zug nach Mailand.

Der Bundesrat beantragte, die Motion abzulehnen. Es treffe zwar zu, dass mit dem Fahrplanwechsel die Zahl der direkten Züge zwischen Luzern und dem Tessin von früher 16 täglichen Zügen auf sieben Züge reduziert worden sei.

An alle Züge, die von Zürich in Richtung Tessin und Italien fahren, bestünden in Arth-Goldau aber optimale Anschlüsse aus Luzern, sagte Verkehrsministerin Doris Leuthard am Dienstag im Nationalrat. Zudem sei ab Fertigstellung des Ceneri-Basis-Tunnels eine zweite tägliche Direktverbindung Luzern-Mailand geplant.

Eine knappe Mehrheit von 91 zu 85 Stimmen bei 11 Enthaltungen folgte dem Bundesrat und lehnte die Motion ab.

 

sda
 
 

 


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