Regierungen wollen Zentralschweiz gegen aussen bestimmter vertreten

KONFERENZ ⋅ In der Zentralschweiz wollen die Kantonsregierungen ihre gemeinsamen Interessen gegenüber anderen Kantonen und dem Bund künftig entschiedener vertreten. Sie haben ein neues Strategiepapier verabschiedet.
19. Mai 2017, 18:31

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK) führte einer Mitteilung zufolge am Freitag in Andermatt ihre hundertste Plenarversammlung durch. An dieser verabschiedeten die Regierungsräte der sechs Kantone erstmals nach neun Jahren eine neue Strategie.

Die interkantonale Zusammenarbeit der Zentralschweizer Kantone und der drei assoziierten Mitglieder Zürich, Aargau und Tessin sei nicht nur wichtig, sondern notwendig, wird Präsidentin Heidi Z'graggen (FDP/UR) in der Mitteilung zitiert. Kooperationen ermöglichten den Kantonen in vielen Bereichen eine effizientere Aufgabenerfüllung.

Die Zentralschweizer Regierungen wollen ihre gemeinsamen Interessen sowohl gegenüber dem Bund als auch gegenüber den anderen Regionen entschiedener vertreten, wie es in dem Schreiben heisst. So soll die Zentralschweiz für die Bevölkerung und für Unternehmen attraktiver werden. Details nannten die Regierungen nicht.

Zusammenarbeit bei der Kultur

Die ZRK ist gut 50 Jahre alt. Sie wurde 1966 auf Initiative des Kantons Schwyz gegründet. Sie sollte die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen verbessern. Auslöser war die Feststellung, dass sich die öffentlichen Aufgaben nicht mehr auf geschlossene Lebens- und Sachbereiche beschränkten, sondern auf Querschnittsaufgaben wie Raumplanung und Umweltschutz ausdehnen würden.

Aktuelle Zusammenarbeitsprojekte der Kantone der Zentralschweiz sind etwa der Kulturlastenausgleich, bei dem der Zusammenhalt jedoch bröckelt, die Austragung der Studentensportspiele der Winteruniversiade 2021 sowie neue Leistungsvereinbarungen beim Dolmetschdienst und beim Diskriminierungsschutz. (sda)


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