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Anonyme Vorwürfe gegen Zuger Baudepartement

ZUG ⋅ Ein anonymes Schreiben beschuldigt einen ehemaligen Mitarbeiter des Baudepartements der Bestechlichkeit. Die Behörden haben umgehend Abklärungen in die Wege geleitet.

Das anonyme Schreiben ging vergangene Woche an das Baudepartement der Stadt Zug, an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug und auch an Medienschaffende. Darin richtet der unbekannte Verfasser Korruptionsvorwürfe an einen ehemaligen Mitarbeiter des Baudepartements im Zusammenhang mit Bauvergaben. Er nennt dabei Summen von mehreren 10‘000 Franken jährlich, um die es sich handle.

Die Stadt Zug verfüge über strenge und klare Richtlinien im Submissionswesen und bei Bauvergaben. Die nun aufgetauchten Vorwürfe seien sehr pauschal und allgemein formuliert, teilt die Stadt Zug am Montagnachmittag mit. Man sei sehr überrascht von der ganzen Sache, sagte der Zuger Stadtpräsident Dolfi Müller auf Anfrage. Die Vorwürfe seien zwar sehr unkonkret, aber man wolle ihnen trotzdem nachgehen. Bis jetzt gebe es aber keine Anzeichen dafür, dass der betroffene Mitarbeiter bestechlich gewesen sei.

Das Baudepartement nimmt die Vorwürfe ernst und hat deshalb umgehend Abklärungen gestartet. Unter anderem werden alle Abrechnungen des Mitarbeiters bis zurück ins Jahr 2009 überprüft, um herauszufinden, ob es tatsächlich Hinweise auf Unregelmässigkeiten gibt. Das Baudepartement unterstützt damit auch die Staatsanwaltschaft, die auf Grund des anonymen Schreibens Vorabklärungen trifft, um herauszufinden, ob sich die Vorwürfe erhärten lassen.

Der Projektleiter, der eher für kleinere Bauten zuständig war, wurde 2014 ordentlich pensioniert.

pd/rem

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