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Ascom muss im Umbauprozess Federn lassen

BAAR ⋅ Der Technologiekonzern Ascom hat 2015 im Umbau zum Gesundheitszulieferer Federn gelassen. Strategisch sieht er sich aber auf Kurs. Der Konzerngewinn sank von 37,5 auf 24,3 Millionen Franken. Der Umsatz tauchte um 6,1 Prozent auf 411 Millionen Franken.

Hätte die Frankenstärke nicht aufs Ergebnis geschlagen, wäre der Umsatz um 1,5 Prozent gestiegen, teilte Ascom am Mittwoch bei Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen mit. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBITDA) brach von 64,8 auf 43,8 Millionen Franken ein. Darin eingeschlossen sind Umbaukosten von 4 Millionen Franken für die Sparte Network Testing.
 
Unter Ausschluss der Kosten für die Division zur Optimierung von Mobilfunknetzen erreichte die EBITDA-Marge 11,6 Prozent nach 14,8 Prozent im Vorjahr. Der Generalversammlung schlägt der Verwaltungsrat eine unveränderte Dividende von 45 Rappen pro Aktie vor.
 
Nach Divisionen gab der Umsatz der grössten Sparte Wireless Solutions von 318,9 Millionen auf 304,2 Millionen Franken nach. Zu konstanten Wechselkursen lag ein Wachstum von 3,7 Prozent drin. Dabei legte das Segment Akutversorgung überdurchschnittlich zu.
 
Bei der Sparte Network Testing war das Marktumfeld widrig, berichtet Ascom weiter. Grund waren Veränderungen im nordamerikanischen Telekomsektor, wo ein bedeutender Netzbetreiber wesentliche Investitionen aufschob. Der im Dezember verkaufte Bereich Systems & Solutions litt unter Nachfragerückgang. Die gesamte Sparte fuhr vor Steuern und Zinsen einen Verlust von 1,1 Millionen Franken ein.

Präsenz in allen Spitälern

Im Ausblick nennt Ascom als Ziel, bis 2020 in allen erstklassigen Spitälern der Welt mit seinen IT-Produkten präsent zu sein. Die Sparte Wireless Solutions werde die Transformation zum führenden Anbieter von ICT-Lösungen im Gesundheitswesen vorantreiben.
 
Für diese Sparte bestätigte Ascom das Ziel, 2016 und 2017 ohne Währungseinflüsse eine Umsatzsteigerung von 5 bis 10 Prozent und eine EBITDA-Marge zwischen 14 und 18 Prozent zu erreichen.
 
Bei der Sparte Network Testing will das Unternehmen eine Rückkehr zum Wachstum und eine Steigerung der Profitabilität erreichen. 2015 angekündigte Umstrukturierungen wurden bereits im Januar weitgehend umgesetzt, wie Ascom bei der Bekanntgabe provisorischer Zahlen mitteilte.
 
In beiden Sparten wird 2016 ein stärkeres zweites Halbjahr erwartet. Für Network Testing führt Ascom die Gespräche mit interessierten Parteien zur Evaluation strategischer Optionen weiter.

sda

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