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Der Spitex-Nachtdienst ist jetzt definitiv

KANTON ZUG ⋅ Die Zuger Gemeinden bauen gemeinsam das Angebot in der spezialisierten Langzeitpflege aus. Sieben Dienstleistungen stehen seit Anfang Jahr bereit, und man hat noch einiges vor.

Mit dem neuen Spitalgesetz ist die Verantwortung für die spezialisierte Langzeitpflege am 1. Januar vom Kanton an die Gemeinden übergegangen. Es geht darum, ergänzend zu den Pflegeheimen und der Spitex weitere Betreuungs- und Pflegeangebote zur Verfügung zu stellen. Die elf Gemeinden, in dieser Sache zur Konferenz Langzeitpflege zusammengeschlossen, haben nun die ambulante und stationäre Akut- und Übergangspflege, zwei Tagesheime und die Abteilung für junge pflegebedürftige Menschen neu organisiert.

Zwei Angebote sind neu

Mit dem Spitex-Nachtdienst und der Tag-Nachtstation sind zudem auf anfang Jahr zwei neue Angebote hinzugekommen. Der Verein Spitex Kanton Zug hat zwar bereits Palliative Care auch nachts angeboten, aber noch als Pilotprojekt. Jede Nacht ist eine Pflegefachperson bis um 7 Uhr morgens über den ganzen Kanton Zug im Einsatz.

Neu ist auch die Tag-Nachtstation im Pflegezentrum Ennetsee, das seit Anfang Jahr neben dem Pflegezentrum Baar auch ein Tagesheim betreibt. Das neue Angebot ermöglicht es, pflegende Angehörige und ihre Bezugspersonen zeitweilig zu entlasten. Hier handelt es sich noch immer um ein Pilotprojekt, mit dem man das Bedürfnis abklären will.

Weitere Dienstleistungen geplant

Mit den sieben Dienstleistungen ist der Aufbau der spezialisierten Langzeitpflege im Kanton Zug nicht abgeschlossen. Spätestens Anfang 2016 soll die stationäre Palliativabteilung hinzukommen und die "Slow-Stream"-Übergangspflege, die an die stationäre Akut- und Übergangspflege anschliesst. Weitere Dienstleistungen wie eine gerontopsychiatrische Station und Ferienbetten folgen im Jahr 2017.

Die Übernahme der Langzeitpflege durch die Konferenz der Gemeinden hat gemäss Medienmitteilung geringe Mehrkosten zur Folge. Pro Jahr haben die elf Zuger Gemeinden schon vor Einführung des neuen Spitalgesetzes zusammen rund 32 Millionen Franken für Pflegeleistungen in Langzeitinstitutionen und für Spitexleistungen gezahlt. Jetzt kommen mit den neuen Angeboten rund 2,5 Millionen Franken hinzu.

pd/cv

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