Der Stadtrat beerdigt den Kirschtortenplatz

STADT ZUG ⋅ Die Stadt Zug lässt das Vorhaben fallen, einen Teil des heutigen Bundesplatzes in «Kirschtortenplatz» umzubenennen. Das Verwaltungsgericht hatte verlangt, dass das öffentliche Interesse und die Akzeptanz des neuen Namens abgeklärt werden.

Der Stadtrat widerruft seinen Entscheid, dass der nördliche Teil des Zuger Bundesplatzes «Kirschtortenplatz» heissen soll. Damit sind die Bemühungen beendet, dem typischen Zuger Zuckerbäckererzeugnis auf diese Weise ein Denkmal zu setzen.

Auf das Jahr 2015 hin, zum 100-Jahr-Jubiläum der Kreation der Zuger Kirschtorte, wollte der Zuger Stadtrat einem den Teilstück des Bundesplatzes zum Kirschtortenplatz machen. Gegen den bereits im Jahr 2013 gefällten Entscheid erhob eine Stockwerkeigentümerschaft Einsprache. Das Verwaltungsgericht stellte sich in seiner Begutachtung auf den Standpunkt, dass eine genauere Prüfung des öffentlichen Interesses und die Abklärung der Akzeptanz des Namens «Kirschtortenplatz» nötig sei.

Abklärung zu aufwändig

Der Stadtrat hat nun am Dienstag mitgeteilt, dass ein Jahr nach dem 100-Jahr-Jubiläum der Zuger Kirschtorte das öffentliche Interesse an einer Namensänderung vermutlich nicht mehr gleich gross sei. Eine öffentliche Umfrage zur Akzeptanz ist für ihn mit mit einem zu grossen Aufwand verbunden, eine entsprechende Umfrage sieht er als nur beschränkt repräsentativ an. Deshalb geht der Kirschtortenplatz nur als Anektote in die Geschichte der Stadt Zug ein.

pd/cv


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