Diese Pfähle werden für die Kunst eingerammt

ZUG ⋅ Am Seeufer in der Stadt Zug werden zur Zeit Pfähle in den Seeboden getrieben. Die Bauarbeiten haben mit der kommenden Ausstellung des Kunsthauses Zug zu tun.

Seit Mittwoch wird bei der Rössliwiese in Zug hart gearbeitet: Von einer schwimmendene Plattform aus werden Pfähle in den Seegrund getrieben. Hier entsteht eines der Projekte, die das Kunsthaus Zug zu seinem 25-jährigen Jubiläum – und zum 20-jährigen der Kunstvermittlung – realisiert. Die Jubiläumsausstellung dauert vom 30. Mai bis zum 14. Juni.

Zur Aussicht unter den Wasserspiegel

An der Zuger Seepromenade soll voraussichtlich am 21. Mai die begehbare Skulptur «Seesicht» des Appenzeller Künstlers Roman Signer zu Wasser gelassen werden, deshalb die Pfählungen. Die «Seesicht» ist das Resultat fünfjähriger Planung und soll am 30. Mai der Bevölkerung übergeben werden.

Die architektonische Stahlskulptur führt über eine Treppe in den teilweise transparenten Korpus unter den Wasserspiegel und eröffnet einem einen Blick unter die Oberfläche des Zugersees. Das Werk wird zehn Jahre bestehen und regelmässig geöffnet sein. Die Kosten von rund 450'000 Franken werden gemeinsam getragen von Kunsthaus, Kanton, Stadt, Stiftungen, Sponsoren, Firmen und privaten Mäzenen.

Wiederentdeckter Bundesratssohn

Im Kunsthaus Zug mobil an der Rigiecke wird eine Kabinett-Ausstellung des Künstlers mit einer neuen Videoarbeit, einem Modell und mit Werken der Sammlung zum Thema Wasser gezeigt. Ausserdem präsentiert das Kunsthaus Zug eine umfangreiche Gruppe von Projektskizzen Signers aus der Sammlung.

Zu sehen sind auch Zeichnungen des wiederentdeckten Philipp Anton Etter (1920–2012) – Sohn des Bundesrats Philipp Etter. Die Kunstvermittlung realisiert das Projekt «Die Sammlung auf Wunsch»: Gezeigt werden Werke, die das Publikum gewählt hat.

pd/cv


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: