Gerhard Pfister tritt für das CVP-Präsidium an

ZUG ⋅ Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister interessiert sich offiziell für die Nachfolge des zurücktretenden Christophe Darbellay als Präsident der CVP Schweiz. Am Mittwoch hat der als Favorit gehandelte CVP-Politiker seine Kandidatur angekündigt.

Der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister will Nachfolger von Christophe Darbellay werden. Die CVP des Kantons Zug hat ihn für die Wahl im kommenden April nominiert. Gerhard Pfister politisiert am rechten Flügel der CVP, gilt als wirtschaftsliberal und Hardliner in der Asylpolitik. Im Interview erklärt er, ob er die CVP bei einer Wahl ebenfalls nach rechts steuern würde. (Keystone, 6. Januar 2016)

An der Dreikönigskonferenz der CVP des Kantons Zug hat er offiziell Ja gesagt: Der Zuger Nationalrat Gerhard Pfister kandidiert für das Amt des Präsidenten der CVP Schweiz.

Pfister gehört dem Nationalrat seit 2003 an und politisiert am rechten Rand der CVP. Die Zuger Kantonalpartei wird die Kandidatur des 53-jährigen Pfister nun der Findungskommission melden, wie die Partei am Mittwoch mitteilte. Pfister ist bereits Mitglied des zwölfköpfigen Parteipräsidiums der CVP Schweiz.

Nach Ansicht der Partei hat Pfister die Fähigkeit, «die CVP wieder zu einer der führenden bürgerlichen Kräfte» in der Schweiz zu machen. Er sei ein sprudelnder Ideengeber und habe klare politische Positionen.

Zudem besitze er auch integrierende Qualitäten. «Es ist möglich, dass dies nicht alle glauben. Wir wissen es jedoch aus Erfahrung», schreibt die Partei.

Wähleranteil steigern

Pfister selbst traut sich dank seiner Erfahrungen als ehemaliger Kantonalpräsident national eine Trendwende beim Wähleranteil zu. Unter seiner Führung (1998-2008) ist die Zuger CVP wieder erstarkt.

Er sei sich jedoch bewusst, dass eine gesamtschweizerische Steigerung des Wähleranteils «nicht eine Sache von Monaten, sondern von Jahren» sein werde, heisst es in der Mitteilung. «Es würde eine schwierige Sache, aber genau deshalb ist dieses Amt für mich reizvoll.»

Die Findungskommission unter der Leitung des Luzerner Ständerats Konrad Graber hat im Dezember ihre Arbeit aufgenommen. Noch bis Mitte Februar können sich Kantonalparteien, die einen Vertreter ins Präsidium der CVP Schweiz schicken wollen, bei der Kommission melden.

Die Entscheidung, wer Nachfolger von Christophe Darbellay wird, fällt am 23. April an der Delegiertenversammlung der CVP Schweiz in Winterthur. Darbellay tritt nach zehn Jahren nicht mehr zur Wiederwahl an. Falls Pfister nicht Präsident wird, möchte er auf jeden Fall weiterhin Mitglied des Parteipräsidiums bleiben.

Die Rede von Gerhard Pfister im Wortlaut:

Dateigröße : 188.38 KBytes.
Download : Jetzt herunterladen!

haz/cv/sda


Login


 

7 Leserkommentare

Anzeige: