Heimisches Wasser statt auswärtige Flaschen

ZUG ⋅ Die Stadt Zug will künftig lieber heimisches Wasser vom Hahnen als auswärtiges Wasser aus der Flasche ausschenken. Sie verzichtet innerhalb der Verwaltung und wenn möglich auch an öffentlichen städtischen Anlässen auf Mineralwasser aus Flaschen.

Laut Mitteilung des Stadtrates vom Donnerstag ist dieses Vorgehen keine Sparmassnahme, sondern ein Statement für regionale Ressourcen (Quellwasser aus dem Lorzentobel) und Ökologie.

Der finanzielle Spareffekt mit rund 10'000 Franken pro Jahr sei vergleichsweise gering. Das Beispiel zeige jedoch, dass in Zug auch kleine Massnahmen und Schritte umgesetzt werden, um die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen.

Zug ist nicht die erste Schweizer Stadt, die auf Leitungswasser setzt. Gemäss Mitteilung praktiziert Bern dies bereits seit fast zwei Jahren und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Die Aktion strahle inzwischen auch auf die Wirtschaft aus. Einige Betriebe hätten ebenfalls auf Leitungswasser umgestellt.

Mineralwasser aus der Flasche belastet die Umwelt bis zu tausendmal mehr als Hahnenwasser. Denn während Leitungswasser - wie sein Name verrät - einfach durch die Leitung fliesst, müssen für Mineralwasser zuerst Flaschen hergestellt, abgefüllt, transportiert und gekühlt werden.

Wer zwei Liter Mineralwasser pro Tag trinkt, verbraucht im Jahr gleich viel Energie wie eine Autofahrt von 2000 Kilometern - von Zug nach Neapel und wieder zurück. Wer im gleichen Zeitraum täglich zwei Liter Leitungswasser konsumiert, kommt mit der dafür eingesetzten Energiemenge nicht einmal vom Kolinplatz bis in den Zuger Ortsteil Oberwil, wie der Stadtrat vorrechnet.

sda


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