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Hundehalter müssen Daten selber erfassen

ZUG ⋅ Seit dem 1. Januar ist eine neue Hundedatenbank im Einsatz. Im Kanton Zug ist die Einführung geglückt. Hundehalter stehen mehr denn je in der Pflicht.

Hundehalter, deren Hund in der bisherigen Datenbank Anis registriert ist, müssen nichts unternehmen. Alle Daten aus Anis werden automatisch in die neue Datenbank www.amicus.ch transferiert. Wird der Hund an eine andere Person abgegeben, muss der Tierhalter das künftig der neuen Datenbank melden.

Seit dem 1. Januar liegt die Verantwortung für die Datenpflege nämlich bei den Hundehaltern. Sie sind neu in der Pflicht, Adressänderungen, den Kauf, den Verkauf oder den Tod des Hundes direkt in der Datenbank zu mutieren. Die Gemeinden sind für die Erfassung von neuen Hundehaltern zuständig. In den Händen der Tierärzte liegen weiterhin die elektronische Kennzeichnung mittels Mikrochip und die vollständige Erstregistrierung in der Hundedatenbank. Damit soll eine lückenlose Rückverfolgbarkeit ermöglicht werden. Nach Gesetz müssen alle in der Schweiz gehaltenen oder importierten Hunde in einer Datenbank registriert sein.

Zuständig für die Überwachung der Hunde sind die Kantone. Laut dem Zuger Kantonstierarzt Rainer Nussbaumer sind die Übernahme der Angaben aus der alten Datenbank und die ersten Gehversuche mit der Neuen im Kanton Zug geglückt: «Es hat sich gelohnt, mit den Verantwortlichen auf Gemeindeebene die Einführung zu koordinieren. Mit der neuen Datenbanklösung sind sie erstmals in der Verantwortung, Hundehalter zu erfassen; hier galt es Aufklärungsarbeit zu betreiben.»

Die neue Hundedatenbank sei wichtig, weil zurzeit einer von zwei Hunden aus dem Ausland importiert werde und viele Hunde aus Tollwutrisikoländern stammen. Zudem biete die Datenbank die Grundlage für das Wiederauffinden der Besitzer von ausgesetzten sowie entlaufenen Hunden, so die Zuger Gesundheitsdirektion weiter.

pd/rem/sda

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