Neues Projekt für Familien im Kanton Zug

INTEGRATION ⋅ Dreizehn sozial benachteiligte Familien nehmen im Kanton Zug am Programm «schritt:weise» teil. Dabei geht es nicht nur um Frühförderung. Das Programm ist auch ein Beitrag zur Integration. Profitieren können Kinder und Eltern.

Im Rahmen des Programms besuchen Laien die ausgewählten Familien mit anderthalb- bis dreijährigen Kindern jede Woche einmal zuhause. Alle zwei Wochen gibt es ein Treffen der teilnehmenden Familien, wo man mit den Kindern spielt, sich austauscht und Kontakte untereinander und mit regionalen Institutionen knüpft, wie die Zuger Direktion des Innern am Freitag mitteilte.

Die Besucherinnen haben wie die meisten teilnehmenden Familien einen Migrationshintergrund - am laufenden ersten Programm ist nur eine Schweizer Familie dabei, wie Projektleiterin Karin Omlin vom Heilpädagogischen Dienst zur Nachrichtenagentur sda sagte.

Sie spielen geeignete Spiele mit den Kindern, basteln, erzählen Bilderbücher - und immer sind die Eltern mit dabei, werden einbezogen und lernen ihrerseits, sich mit den Kindern zu beschäftigen. Denn: "Es geht nicht ums Kinderhüten", sagt Omlin. "Die Aktivitäten sollen nach dem Besuch in der Familie weitergeführt werden."

Leere Plastikkiste füllen

Jede Familie erhalte denn auch zu Beginn des Programms eine leere Plastikkiste. Die Hausbesucherin bringt immer wieder etwas mit - ein Scherlein, Farbstifte, ein Büchlein - das dann in die Kiste kommt und zum weiteren Benutzen in der Familie bleibt. So können die Eltern ihre Erziehungskompetenz verbessern.

Jede Familie nimmt laut Omlin zweimal neun Monate lang teil - ausser in den Schulferien. Es sei recht schwierig, an die Familien heranzukommen, da man ja ausdrücklich solche einbeziehen wolle, die noch nicht vernetzt seien.

Das Programm wird von Kanton und Bund finanziell unterstützt. Geplant sind laut Mitteilung vorerst einmal zwei Programmdurchläufe mit insgesamt dreissig Familien.

Hinweis: Weitere Infos auf
www.hpd.ch/schritt-weise.htm
www.a-primo.ch

(sda)


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