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Markus Hürlimann will Untersuchungen stoppen

ZUG ⋅ Der Zuger SVP-Kantonsrat erwägt rechtliche Schritte, um seinen guten Ruf wieder herzustellen. An einer gut besuchten Medienkonferenz zeigte sich Hürlimann optimistisch, dass seine politische Laufbahn weitergehe.

Der Zuger SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann hat sich am Mittwoch nochmals zu den Vorfällen an der Landammannfeier am 20. Dezember 2014 geäussert. An diesem Abend waren sich der damalige SVP-Parteipräsident und die Co-Präsidentin der Alternative - die Grünen, Jolanda Spiess-Hegglin, sehr nahe gekommen. «Wir haben uns geküsst und sollen zusammen getanzt haben», so Hürlimann.

Die grüne Politikerin begab sich am andern Tag ins Spital, unter anderem mit dem Verdacht, dass sie Opfer von K.O.-Tropfen geworden sei. Die Ärzte informierten die Polizei, die Strafuntersuchungsbehörden hielten daraufhin den verdächtigten Markus Hürlimann einen ganzen Tag lang in Untersuchungshaft.

«Einen Rechtsstaat stelle ich mir anders vor»

Nachdem eine Haaranalyse die These von K.O.-Tropfen entkräftet habe, sehe er seine Unschuld bestätigt, sagte Markus Hürlimann am Mittwoch vor Medienvertretern, «Ich habe mich strafrechtlich nicht schuldig gemacht.» Er wolle nun Schritte einleiten, um das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen ihn zu beenden. Er verstehe nicht, dass einem Verdacht in dieser Weise nachgegeben worden sei. «Einen Rechtsstaat stelle ich mir anders vor», sagte er.

An einen Ausschluss aus seiner Partei, über den in den vergangenen Tagen spekuliert worden war, glaubt der SVP-Kantonsrat nicht. Als Folge der Affäre hat er bereits das kantonale Parteipräsidium abgegeben. Doch seine politische Glaubwürdigkeit habe nicht gelitten. «Die Mehrheit der Partei steht hinter mir», sagte er, «abgesehen von einzelnen Exponenten.»

Der Generalversammlung seiner Ortspartei Baar vom kommenden Freitag sieht Hürlimann deshalb gelassen entgegen. Es sei zwar eine Aussprache zu seiner Person vorgesehen. Ein Parteiausschluss stehe jedoch nicht zur Diskussion.

 

cv/wh
 

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Leserkommentare (12)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.03.2015 12:05

    Frau Spiess kann sich jetzt bei Migros oder Coop bewerben.
    An der Kasse macht sie vielleicht eine bessere Gatung als in der Politik.

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    geschrieben am 05.03.2015 07:27

    Ja es wird immer schlimmer,jetzt ist das Spital schuld!Eine Aerztin hat gekwatscht!Eine Frage habe noch nie gehört dass nach dem Küssen es unten weh tut!! Aber eine Frau merkt das !!Einfach bedenklich !

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    geschrieben am 04.03.2015 17:03

    Reden und und vorallem ausreden können sie sich ja beide gut, wie das die Politiker so an sich haben grinsen aber richtig glaubwürdig sind sie nicht mehr, vor allen Frau Spiess nicht. Falls sie eine grosse Politiker Karriere geplant hat, hat sie sich aber mächtig ins eigene Fleisch geschnitten.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.03.2015 17:19
    als Antwort auf das Posting von Mario Rogenmoser, Baar am 04.03.2015 17:03

    Herr Rogenmoser, höchstens kommt sie noch als Bundesrätin in Frage.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 05.03.2015 13:08
    als Antwort auf das Posting von Manfred Eberling, Hochdorf am 04.03.2015 17:19

    In einem Verkaufsladen an der Kasse hätte man jetzt vielleicht mehr Vertauen zu ihr.

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    geschrieben am 04.03.2015 17:01

    Ich würde mal sagen, dass sich nun beide in der Privatwirtschaft einen Job suchen sollten! Aber als Manager würde ich zwei solchen Menschen niemals einstellen!

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.03.2015 16:59

    Das Privatleben der Politiker kann uns egal sein. Nicht aber, wenn es sich in der Oeffentlichkeit abspielt und mit Steuergelder berappt wird. Für mich ist deshalb klar: Beide "Mitspieler" haben von ihren politischen Aemtern zurück zu treten.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.03.2015 15:00

    Nun ist er aus seiner Sicht reingewaschen und kann uns weiter neue Gesetze unterjubeln, sich als Staatsmann profilieren und von Anderen zumindest Anstand einfordern. Von einem Kantonsrat erwarte ich etwas mehr als nur die Fähigkeit zu saufen bis die Erinnerung weg ist und sich bei erster Gelegenheit Frauen anderer Parteien zu nähern. Er plappert an der Pressekonferenz, dass er sich bei seiner Frau für sein Fehlverhalten entschuldigt hat, interessiert mich das? Ich will Politiker, bei denen ich nicht bei jeder Aussage zweifeln muss ob er Morgen noch weiss was er gesagt hat. Oder schon an der nächsten Feier im gleichen Rausche die nächste Annäherung unternimmt.

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    geschrieben am 04.03.2015 13:26

    Eigentlich haben hier beide Beteiligten an Glaubwürdigkeit eingebüsst.
    Zu Bemitleiden sind für mich die Kinder.

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    geschrieben am 04.03.2015 11:54

    Ich bin beileibe kein SVP-Freund. Aber ich muss zugeben, dass Herr Hürlimann bedeutend mehr Anstand und Rückgrat hat als seine mutmassliche Gespielin. Es ist nur noch peinlich, wie sie sich aus dieser Geschichte zu winden versucht.

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 04.03.2015 11:15

    Ich wünsche Herrn Hürlimann viel Erfolg! Der Borniertheit und der Profilierungsneurose der Staatsanwaltschaft muss man energisch Entgegentreten!

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    geschrieben am 04.03.2015 14:57
    als Antwort auf das Posting von Martin Stocker, Stansstad am 04.03.2015 11:15

    Von Politikern erwarte ich, dass sie ehrlich zu ihren Privatsachen stehen. Dann hätte man etwas Vertrauen ihn ihre Geschäftssachen.
    Geht das jetzt so weiter bis zur nächsten Wahl, oder merken die Parteien vorher, dass sie so diese Egoisten als Klotz am Bein haben?

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