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SP will verlorenen Sitz in Regierung zurück

KANTONALE WAHLEN ZG ⋅ Der Kanton Zug sucht einen Nachfolger für den in den Ständerat gewählten Finanzdirektor Peter Hegglin (CVP). Die CVP will den Sitz mit ihrem Parteipräsidenten Martin Pfister verteidigen. Mit Zari Dzaferi versucht die SP am 17. Januar ihren 2006 verlorenen Sitz in der Zuger Regierung zurückzuerobern.

Die Sozialdemokraten waren von 1927 ununterbrochen in der Zuger Regierung vertreten - bis sie 2006 von den Alternativen verdrängt wurden. Patrick Cotti (Alternative - die Grünen) überholte damals die beiden Kandidaten der SP, die den Sitz der zurückgetretenen Vorsteherin des Innern, Brigitte Profos, verteidigen wollten. Mit Cotti und der ebenfalls neu gewählten Manuela Weichelt war die ALG bis 2010 mit zwei Mitgliedern in der Zuger Regierung vertreten. Durch die Abwahl von Cotti durch Stephan Schleiss (SVP) kam es 2010 im Zuger Regierungsrat zu einem Rechtsrutsch.

Nun soll Kantonsrat Zari Dzaferi «eine soziale Stimme in den Regierungsrat bringen» und für die SP den Sitz zurückerobern. Der 30-jährige Sekundarlehrer aus Baar ist Vize-Präsident der SP Kanton Zug. Unterstützt wird er auch von den Alternativen, die bei den Wahlen 2010 ihren zweiten Sitz an die SVP verloren hatten.

Starke Zuger CVP

Klarer Favorit ist jedoch CVP-Mann Martin Pfister. Der 52-jährige Geschäftsführer hatte bei den letzten Regierungsratswahlen im Herbst 2014 zwar das absolute Mehr erreicht - war aber als Überzähliger ausgeschieden. Alle Bisherigen wurden wiedergewählt. Die Zuger bestellten ihre Regierung damals erstmals im Majorzverfahren.
 
Dritter Kandidat ist Stefan Thöni von der Piratenpartei. Der Co-Präsident der Schweizer Piratenpartei dürfte jedoch als Aussenseiter kaum eine Chancen haben. Bei den Wahlen im Herbst 2014 machte er weit abgeschlagen am wenigsten Stimmen.
 
Die Zuger Regierung setzt sich derzeit aus je zwei Vertretern der CVP, FDP und SVP sowie aus einer Vertreterin der Alternativen/die Grünen zusammen.
 
Peter Hegglin wurde im Oktober mit einem Glanzresultat in den Ständerat gewählt. Er folgt dort auf seinen Parteikollegen Peter Bieri, der nach 21 Jahren in der kleinen Kammer nicht mehr antrat.

sda
 

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