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Schraubenhändler Bossard erzielt erneut Rekordzahlen

ZUG ⋅ Beim Zuger Schraubenhändler Bossard zeigt die Umsatzkurve seit Jahren steil nach oben. In regelmässigen Abständen werden neue Rekorde vermeldet. Auch im vergangenen Jahr hat Bossard wieder Schrauben verkauft wie noch nie.

Der Umsatz stieg um 2 Prozent auf 618 Mio. Franken. Auch wurde die Rentabilität gesteigert, weshalb der Betriebsgewinn (EBIT) noch stärker zunahm als der Umsatz. Dieser legte um über 4 Prozent auf 73 Mio. Fr. zu, was ebenfalls einem neuen Rekord entspricht.

Unter dem Strich konnte Bossard allerdings weniger stark zulegen als auf operativer Ebene, erreichte aber dennoch einen neuen Rekordwert: Der Reingewinn stieg um 2 Prozent auf 57 Mio. Franken.

Der Grund für das schwächere Gewinnwachstum ist, dass Bossard mehr Steuern zahlen musste als im Vorjahr. Damals hatte das Unternehmen noch vermehrt Verlustvorträge nutzen können. Dadurch können Firmen frühere rote Zahlen in der Steuerrechnung der kommenden Jahre von den Gewinnen abziehen.

Gutes Europageschäft

Dass erneut ein Rekordumsatz erzielt werden konnte, liegt zu einem Teil am gut laufenden Geschäft in Europa. Alle europäischen Märkte hätten zum Wachstum beigetragen, schreibt Bossard in der Mitteilung vom Mittwoch. Allerdings hätten der schwache Euro, die Verunsicherung um den Ukrainekonflikt und die Boykottmassnahmen gegen Russland die Umsatzentwicklung in Europa in der zweiten Jahreshälfte gedämpft.

Besonders gut liefen die Geschäfte für Bossard in Asien. Dagegen sanken die Einnahmen in den USA. Dies erkläre sich mit der schwachen Nachfrage eines Grosskunden, schreibt Bossard. Dabei handelt es sich wohl um den US-Landmaschinenbauer John Deere, der der wichtigste Kunde für Bossard in den USA ist.

Laut Bossard hat ausserdem ein weiterer Faktor das US-Geschäft belastet: Der geplante Ausbau der Produktion beim grössten US-Elektrofahrzeughersteller sei langsamer angelaufen als zunächst angenommen. Hier ist Tesla gemeint. Mit Tesla hat Bossard vor rund einem Jahr einen Zuliefervertrag abgeschlossen und daraufhin in der Nähe des Tesla-Werks in Fremont ein neues Distributionszentrum eröffnet.

Vorsichtig optimistisch

Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Bossard vorsichtig optimistisch. Der starke Franken dürfte allerdings Spuren in der Konzernrechnung hinterlassen, heisst es. Die Auswirkungen seien aber noch nicht genau abzuschätzen.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung der vergangenen Monate und der Aufbauarbeit in verschiedenen Ländern sei für das Geschäftsjahr 2015 mit einem weiteren Umsatzwachstum zu rechnen, schreibt Bossard. Dies unter der Voraussetzung, dass sich die makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen nicht grundlegend änderten.

 

sda

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